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Die Gesellschaft.
aber im Epos, Drama oder im historischen Roman haben sie nurMittelmässiges hervorgebracht. Von der Wissenschaft wird manangesichts Jahrhunderte langer Erfahrung sagen dürfen, dass sienicht das wahre Lebensgebiet des Aveiblichen Geistes sei. Am ehestenist hier die Frau noch solchen Beschäftigungen zugewandt, die sichmit dem künstlerischen Empfinden in irgend einer Weise berühren,Avie der Naturbeobachtung oder der Geschichte, dabei aber docheiner mehr individuellen und biographischen als universellen Be-handlung der letzteren. Am Avenigsten homogen sind ihr die reinenVerstandeswissenschaften, wie Logik, Mathematik und Jurisprudenz.Grosse Mathematiker und Juristen sind bis dahin unter den Frauennicht entstanden. Auch bei Shakespeares Porzia erregt Aveniger derjuristische Scharfsinn ihres Urtheils, als die herrliche und zugleichin acht weiblichem Geiste gedachte Rede von der Gnade unsereBeAvunderung.
Besitz, Beruf, bürgerliche Stellung und gemeinsame geistigeInteressen bilden ein Band, das die Angehörigen einer Familie zueiner festen Einheit zusammenschliesst. Sie begründen eine Lebens-gemeinschaft, mit der keine andere sich messen kann, und die sozugleich die Avirksamste Schule der Selbstlosigkeit und der Auf-opferung ist. Die letztere Seite des Familienverbandes ist es, diesich ganz besonders in dem Verliältniss der Eltern zu den Kindernbethätigt. Zwischen den Ehegatten steht das sonst so AverthvolleMoment der Avechselseitigen Hülfe doch der Ausbildung völlig selbst-loser Triebe im Wege. Aber das zuerst völlig liülflose, dann Avenig-stens lange Zeit noch in seinen Hauptlebensbedürfnissen und inseiner geistigen Ausbildung auf die Eltern angewiesene Kind, Avelcliesfür alles Avas es empfängt selber nichts zu bieten vermag als denerfreuenden Anblick seines Gedeihens, hat in der Bekämpfung vonRohheit und egoistischer Genusssucht Avahrscheinlich mehr geleistetals alle äussere Cultur. Wird doch sogar die sittlich völlig ver-Avilderte Mutter durch ihr Kind auf Augenblicke zu Regungen einerrein selbstlosen Hingabe fortgerissen. Und hierin ist AAÜeder dieFrau unendlich vor dem Manne bevorzugt, dass bei ihr alle dieseMotive stärker wirken, und dass dem entsprechend die aus solchenGefühlen erwachsenden Glücksempfindungen grössere und dauernderesind. Kein dunklerer Schatten aber fällt auf den sittlichen Zustandeiner Volksclasse, als avo jenes Verliältniss des reinen Gebens undNehmens zwischen Eltern und Kind sich umkehrt, indem das letztere