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Die einzelne Persönlichkeit,
dem was er subjectiv, für den im Berufe Arbeitenden selbst leistetin Folge der sittlichen Wirkungen die er auf ihn ausübt. Nachder ersten dieser Schätzungen bilden natürlich die Berufsfornreneine unendliche Menge von Gradabstufungen von den directauf die Herbeiführung sittlicher Zwecke gerichteten Berufsgattungenan bis zu den niedersten Betliätigungen des täglichen Lebens,die nur als entferntere Hülfsmittel der Sittlichkeit gelten können.Ganz anders verhält es sich mit der zweiten, der subjectivenSchätzung. Sie richtet sich allein nach der in dem gewählten Beruf
— gleichgültig wie dieser beschaffen sei, insofern er nur überhauptein sittlicher ist — an den Tag gelegten Berufstreue. Es gibtwenige Hülfsmittel der individuellen sittlichen Bildung und Selbst-erziehung, die es mit diesem an Wichtigkeit aufnehmen könnten.Eben deshalb aber veranlasst uns ein natürlicher sittlicher Takt, densittlichen Werth eines Menschen nicht nach dem Werth desBerufs zu bemessen, den er ausübt und in dem er in so hohemMasse durch äussere Glücksumstände gehoben oder gehemmt wird,sondern nach der Treue, die er in dem durch Schicksal oderfreie Wahl ihm zugefallenen Berufe, welches auch dieser sein möge,betliätigt.
In dieser subjectiven Hinsicht sind nun aber wieder dieverschiedenen Berufsgattungen in sehr verschiedenem Masse dazuangethan durch ihre Ausübung sittlich zu wirken. Gerade die ob-jectiv höher stehenden ermangeln hier vielleicht am meisten jenermit einer Art mechanischer Sicherheit wirkenden ethischen Antriebezur Verstärkung des Pflichtgefühls, mit denen die äusserlichste undmateriellste aller Berufsgattungen, das Handwerk, vor anderngesegnet ist. Je mehr die Arbeit des Künstlers oder Gelehrten auchin der Art ihrer Ausübung der freien Gunst des Augenblicks über-lassen bleibt, um so leichter geschieht es, dass hier mehr Willkürund Laune als wirkliche Pflichttreue die Thätigkeit regeln. JeneZucht des Charakters, die der mechanische Arbeiter zu einem nichtgeringen Theile schon der Natur seines Berufs verdankt, muss darum,wo ein freieres geistiges Schaffen die Lebensaufgabe ausmacht, ofterst durch einen mühsamen Kampf des Willens errungen werden,
— ein Kampf in dem so manche Existenz untergeht, die, wenn siedie ebene Bahn eines einfacheren Lebensberufes gewandelt wäre,ihr Ziel nicht verfehlt hätte. Darum sind vor andern Berufsartendas Handwerk und — ein Beruf der in mehr - als in dieser Be-ziehung dem Handwerk verwandt ist — das Beamtenthum, das in