Die Hauptformen sittlicher Zwecke.
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sein unter Voraussetzung der zureichenden Erkenntnissbedingungenals einleuchtend anerkennt, das nennen wir gewiss. Die logischenund die mathematischen Axiome haben keine bessere Grundlage
Quellen derselben nachspüren. Aber verkehrt bleibt es nach denQuellen zu suchen, ehe man sich vergewissert hat, wie die Strömefliessen die aus ihnen entsprungen sind. Das nächste Problem beider Untersuchung der sittlichen Zwecke besteht daher in der Be-antwortung der Frage: welches sind die Zwecke, die in unsererBeurtheilung allgemein als sittliche anerkannt werden?Erst wenn sich in der Antwort auf diese Frage Widersprüche her-aussteilen sollten, werden wir veranlasst sein den hier betretenenWeg zu verlassen, um ausserhalb der widerstreitenden sittlichen Ur-theile eine Instanz zu suchen, die den Streit entscheidet. Doch wirwerden sehen, dass auch hier die Widersprüche der Theorien grössersind als die der Thatsachen. So verschieden die allgemeinen ethi-schen Standpunkte der Philosophen sein mögen, das Urtheil Uberdie Zwecke welche sittlich genannt werden ist selbst innerhalbgrösserer Zeitperioden wenig veränderlich, und auf einer bestimmtenEntwicklungsstufe des sittlichen Bewusstseins ist es vielleich
ben soll, pflegt man den der Selbsterhaltung zu fordern. Unmittel-bar an die sinnlichen Triebe sich anlehnend, die der Erhaltung deseigenen Lebens dienen, wird sie als der niederste aller sittlichenZwecke angesehen. Von sittlichem Werth erscheint sie überhauptnur dann, wenn ein anderer durch sie zu erreichender Zweck imHintergrund steht. Wir fordern, dass der Einzelne sich erhalte, umfür sociale und humane oder auch für andere individuelle Zweckethätig zu sein. Solcher indirect durch die Selbsterhaltung zu er-reichender individueller Zwecke gibt es wieder zwei: die Selbst-b.eglückung und die Selbstvervollkommnung. Während aberdie Selbsterhaltung immer nur Mittel zu bestimmten andern Lebens-zwecken ist, können diese beiden umgekehrt nur Erfolge sein, dieandere, direct erstrebte Zwecke begleiten. Sie können daher immer nur
ihrer Evidenz. Die Wissenschaft soll nun allerdings bei dieser that-sächlichen Evidenz nicht stehen bleiben, sondern den entfernteren
minder constant wie das Urtheil über logische Verhältnisse.
Als den ersten Zweck, den das Individuum für sich selbst
2 . Die individuellen Zwecke.
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