Die Nahrung.
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nicht mit den zur Erreichung jener Ziele dienenden Lebensformenandere Zwecke, zum Theil von weit abweichendem Inhalte verbundenhätten. Mögen auch, da selbst die höchste Cultur die Ueberein-stimmung in den letzten Lebensbedingungen nicht beseitigen kann,das Nahrungs- und Schutzbedürfniss bei der gewöhnlichen Be-thätigung der Triebe immer die entscheidendsten Motive bleiben, soentwickeln sich doch nicht minder zahlreiche Lebensgewohnheiten,bei denen die secundär entstandenen Zwecke die Herrschaft an sichreissen. Auf diese Weise werden gerade die an das Nahrungs- undSchutzbedürfniss sich anlehnenden Formen der Sitte zu den werth-vollsten Zeugnissen für die Entwicklung der vollkommeneren Ge-staltungen derselben. Denn sie bilden fast den einzigen Fall, wowir im Stande sind, die ursprünglichen mit den später hinzu-getretenen Beweggründen zu vergleichen. Dabei ist aber freilich zubemerken, dass uns selbst hier fast niemals mehr die Gelegenheitgeboten ist, die ausschliessliche Herrschaft der primitiven Motivewirklich zu beobachten. Das ist eben eine nothwendige Folge desspecifisch menschlichen Entwicklungsgesetzes, nach welchem alleursprünglichen Triebe in die Dienste der Sitte getreten sind unddamit zugleich theilnehmen an jener Entwicklungsfähigkeit mensch-licher Vorstellungen, welche in dem Bedeutungswandel der Wörterund in den Uebertragungen des Mythus Erscheinungen darbietet* dieden Metamorphosen der Sitte am nächsten verwandt sind.
Auch hier beruht die Umwandlung zum geringsten Theil aufzufälligen äusseren Einflüssen. Vielmehr war es der mächtigsteRegulator des Triebes, die Notli, welche diesen zuerst der Sittedienstbar gemacht hat. Das Gebiss des Menschen macht für ihnnur leicht zu zerkleinernde Pflanzennahrung, wie etwa die Banane,der Brodfruchtbaum und einige andere Pflanzen der Tropen sowiedas Mark thierischer Knochen sie darhieten, im rohen Zustande ge-niessbar. Durch seine Verbreitung über die Erde wurde er abergenöthigt, das Fleisch der Thiere und zahlreiche Erzeugnisse desPflanzenwachsthums, die erst unter dem Einflüsse künstlicher Zu-bereitung, im zermahlenen oder sonstwie künstlich zerkleinerten, imgekochten oder gebratenen Zustande für ihn geniessbar werden, alsNahrung zu wählen. Hier hat vor allem die Schwierigkeit, sichdas wichtigste unter diesen Hülfsmitteln der Nahrungsbereitung, dasFeuer, zu verschaffen, ihn auf gemeinsame Arbeit angewiesen.Gerade die älteste Weise der Feuerbereitung, durch Reiben zweierHölzer an einander oder durch Drehung eines in eine Scheibe ge-