tt) Mittagöessen im Februar,
möglich keine Kalbs-Kotelettes. Es wird keine Hasensuppe ge-nommen, wenn Hasenbraien gegeben werden soll, und keinePastete von Schwarzwild, wenn Reh- oder Hirschbraten folgen.
Bei kleineren Essen, die aus etwa vier bis füuf Gängen be-stehen, kann man nach der Suppe das Suppenfleisch mit einerSauce oder etwas Salat geben. Dann kommt Gemüse mitBeilage, Braten mit Compote und darnach läßt mau einenPudding oder Auslauf folgen, der dann die Stelle eines Ku-chens vertritt. Hat man indeß noch einen Kuchen, so gibtman den Pudding vor dem Braten.
Bei große» Essen wird selten darauf gesehen, was eine reichbesetzte Tafel kostet, obgleich, ohne daß es zu bemerken ist, darinviel erspart werden kann. Dies lernt sich aber erst mit derZeit, während man bei kleinern Essen und im täglichen Lebenmehr Gelegenheit hat, sich darin zu üben, gute und passendeGerichte mit wenigen Kosten zusanimenzustelleu.
Bei kleinen Essen kann nach einer Fleischsuppe das Sup-penfleisch als Beilage zu einem dazu passenden Gemüse, z. B.Wirsing dienen; folgt dann noch Braten mit Compot undetwa noch ein Nachgericht: so kann ein solches Essen bei einemfreundschaftlichen Besuche sehr wohl gelte».
Man sehe bei kleinern Essen darauf, eine Hauptfleifchspkisezu haben und richte darnach das Essen ein. Will man z. B.zum Gemüse einen Rost-Bees, Sauerbraten, Bees » la Mode,Kalbsbraten, ein Stück Rauchfleisch oder Schinken u. s. w. ge-ben : so kann statt Fleischsuppe, eine andere gute Suppe ge-nommen werden, oder es kann die Suppe auch ganz fehlen.Statt Braten kann dabei ein Nachgericht folgen. Hat manals Hauptfleischspeise einen großen Braten: so kann man zumGemüse eine kleine Beilage wählen, z, B. Kotelettes, kleineFricadellen, geschnitteuen kalten oder rohen Schinken u. dgl.,und so läßi sich auf diese Weise durch verständiges UeberlegenVieles ersparen.
Mittagsessen im Februar, März und April.
t.
Geröstete Schnittchen mit Eaviar.
Braune Bouillon mit Eierklößcken, kräftige weiße Bouillon,wozu Reis und Parmesankäse gereicht wird.