Vom Einmachen und Trocknen :c. 329
Hefen gleich einem Pfannkuchenteig angerührt und im Winterüber Nacht in eine warme Stube gestellt. Andern Tages wirdder Teig mit den übrigen Hefen und Mehl ausgeknetet, zuStuten verarbeitet und geformt, die gut aufgegangen in einempassend geheizten Ofen einige Stunden gebacken werden.
Anmerk. Durch das Anrühren des Teiges am vorhergehenden Tageerhält derselbe einen Auslug von Säure, welche die Ursachesein muß, daß das Brod sehr gut geräch.
R. Vom Einmachen und Trocknenverschiedener Früchte undGewächse.
1. Regeln beim Einmachen der Früchte.
Um die Früchte recht gut und lange zu erhalten, darf mandieselben in keinem Topfe kochen, in welchem etwas Fettigesgewesen ist. Man nehme dazu ein neues, irdenes Geschirr,welches man aber vorher mit kalten» Wasser zu Feuer gesetztund gut hat auskochen lassen. Löffel und Schaumlöffel müssenebenfalls rein von Fett sein, weshalb ich es sehr zweckmäßigfinde, die zum Einmachen erforderlichen Geräthe blos zuhe-ftn? Gebrauch zu benutzen. Auch sorge man für guten Essig.Wahrend des Einkochens der Früchte oder des Fruchtsaftes,darf auf dem Heerd nichts Fettiges, noch sonst etwas gekochtwerden, was Dunst und Geruch hervorbringt, wie es beson-ders beim Abkochen aller Gemüse der Fall ist. Das Feuermuß vorher gehörig besorgt, und ist es ein Kohlenfeuer, janicht von oben darin gestockert werden, weil der dadurch ent-stehende Qualm nachtheilig einwirkt. Die eingemachten Früchtemüssen mit Saft bedeckt sein, und wenn sie in den Gläsernvöllig erkaltet sind, mit einem darauf passenden Stück Brief-