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Pracktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche : zuverlässige u. selbstgeprüfte Recepte ... ; mit e. Anh., enth. Arrangements zu kleinen u. größeren Gesellschaften
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Arrangements für Gesellschaften. 9

Eingang zu den Essen.

Ehe ich zu den Arrangements der Essen übergehe, möchteich im Allgemeinen Einiges dabei bemerken.

Wie ich schon im Vorwort erwähnte, beabsichtige ich nur, diefolgenden größeren Essen als bequeme Hülfsmittel bei Gesellschaf-ten zusammenzustellen. Es können nach Belieben aus diesenoder jenen einzelne Gerichte gewählt, und daraus ein Essenarrangirt werden. Sollte es belieben, ein Mal eins dieserangegebenen Essen zu benutze», so kann immerhin hier oder daein Gericht ausfallen, ohne daß das Essen dadurch unvollstän-dig zu nennen wäre. Auch hat man sich nach augenblicklicherSitte, keineswegs strenge an eine bestimmte Reihenfolge, zu bin-den; ich habe bei den feinsten Gefellschastsessen die Gerichte oftin ganz verschiedener Reihenfolge gefunden, nur werde ich dasbestimmt Angenommene hier kurz mittheilen:

Austern werden mit einem Glas Port- oder Madeiraweinvor der Suppe, und zwar auf einem Teller, worauf etwa KStück geöffnet in ihrer Schale mit dem Achtel einer frischenZitrone liegen, deren Saft Jeder nach Belieben darüber träu-feln kann, den Gästen gereicht. So wird auch der Eaviarvor der Suppe entweder auf ganz frisch gerösteten Schnitt-chen Weißbrod oder Pumpernickel gestrichen, prä^entirt. Bei-des wird auch bei Abendessen genommen und ebenfalls mitdem einen, oder dem andern angefangen. Nach der Suppegibt man nach Belieben Pastetchen und läßt dann ein Vor-essen folgen. Warme Pasteten werden am häufigsten nach demGemüse gegeben; indeß findet man sie auch wohl gleich nachder Suppe, kalte Pasteten jedoch nur nach dem Braten. WarmePuddings werden vor dem Braten gereicht. Die Braten wer-den nicht zugleich Präfentirt, man läßt sie nach einander folgen.

Wird Champagner gegeben, so geschieht dies beim Braten.Mitunter wird bei Abendessen statt des Champagners auchnoch wohl eine Bowle aufgesetzt; mehr wird diese jedoch beiFrühstücks gegeben.

Bei der Wahl des Fleisches hat man Rücksicht darauf zunehmen, daß von einer Art Fleisch keine zweierlei Gerichte er-scheinen. Gibt man z. B. einen Nost-Beef nach der Suppe,so kann man keinen Mürbebraten zum Braten, oder zu einerGeleeschüssel bestimmen. Bei einem Kalbskopf wähle man wo