verschiedener Früchte und Gewächse. 35 l
muß, und hängt solchen über ein Gefäß, damit der Saft hin-ei» laufe, welches eine Zeit von t—2 Tagen erfordert. Aufjedes Pfund Saft rechnet man 2/4 Pfund Zucker, worauf dieSchale einer Zitrone abgerieben ist, wie auch den Saft dersel-be», oder statt dieses ein Glas weißen Franzwein. Dann setztman Alles zusammen auf starkes Feuer, und läßt es so langekoche», etwa '/j Stunde, bis es kalt geworden dick ist, welchesman mit einigen Tropfen versuchen muß Nun füllt man denGelee in Einmachegläser und verfährt weiter nach 8. Nro. I.
67. Kirschäpfel-Gelee von angenehmem Geschmackund vorzüglich schöner Farbe.
Die Kirschäpfel werden gewaschen, mir kaltem Wasser be-deckt zu Feuer gesetzt, weich gekocht und mit der Brühe durch-gepreßt Am nächsten Tage wird der Saft abgeklärt und znjedem Pfund dieses Saftes 1 V2 Pfund Zucker genommen. Bei-des wird dann unter fortwährendem Schäume» t Stunde ge-kocht, wodurch der Gelee die schöne rolhe Farbe erhält.
Man füllt ihn in Gläser und bewahrt ihn wie Johannis-bm-Gelee auf. Auch kann man ihn in Glasformen aufbe-wahren und solche beim Gebrauch auf eine Glasschüssel um-stürzen und man hat die schönste Geleeschüssel.
68. Süße Gurken.
Wollig ausgewachsene Gurken werden geschält, halb durch-geschnitten, das Inwendige mit einem silbernen Löffel heraus-genommen, dann die Gurken in lange, 2 Finger breite Strei-fen geschnitten, gewaschen und abgetrocknet. Zu 6 Pfund Gur-ken gehört stark '/« Maß Weinessig, 3 Pfund Zucker, Lothin Stückchen geschnittener Zimmet, eben so viel weißer Pfef-fer. Zuerst kocht man die Gurken in Essig, bis sie die Farbeverändern, läßt sie rein ablaufen, und gibt sie dann in denmit Gewürz und Zucker kochenden Essig. Wenn sie gehörigweich sind, legt man sie in ein Glas, läßt die Brühe nocheine Weile einkochen und gießt sie darüber. Nach einigen Ta-gen wird der Essig nochmals eingekocht, kalt über die Gurkengeschüttet, und sollte man es nöthig finden, so wird das Auf-kochen noch ein Mal wiederholt, dann das Glas zugelegt undzugebunden.