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Pracktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche : zuverlässige u. selbstgeprüfte Recepte ... ; mit e. Anh., enth. Arrangements zu kleinen u. größeren Gesellschaften
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350
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350 Vom Einmachen und Trocknen

Branntwein getränktes Papier über dieselben und bindet denTopf gut zu.

Anmerk. Diese Portion bleibt ungefähr 5 Maß. Für dcn täglichenGebrauch kann man sie auch wohl mit Fariuzucker, selbstauch mit gutem Syrup einmachen und den Zimmet wea-lasscn.

64. Preißelbeeren auf eine neue Weise einzumachen.

Man setze sie gut verlesen und gut gewaschen mit kaltemWasser zu Feuer, schütte sie vor dem Kochen zum Ablausenauf ein gescheuertes Sieb, worauf sie jedoch nur einige Au-genblicke bleiben dürfen, weil sonst zu viel guter Saft verlo-ren geht. Dann legt man den in kleine Stücke geschlagenenZucker in ein irdenes Kochgeschirr, schüttet die Beeren darauf,und kocht sie bei öfterem Umrühren, indem man den sich etwazeigenden Schaum abnimmt, gahr, aber nicht zu weich undverfährt übrigens wie im Vorhergehenden bemerkt worden.

Die Preißelbeeren gewinnen dadurch fthr an angenehmemGeschmack, verlieren (wie man sich überzeugen wird, wenn mandie Brühe versucht), das Herbe und Saure, nicht aber das be-liebte Eigenthümliche. Ein Pfund Zucker zu 4 Maß Beerengerechnet, ist dasselbe Verhältniß im Geschmack wie 1 Pfundzu 3 Maß auf gewöhnliche Weife eingekocht; jedoch halten siesich bei dem zuletzt bemerkten Verhältniß am besten.

65. Preißelbeersast.

Die Preißelbeeren werden wie im Vorhergehenden vor demKochen abgeschüttet, durchgepreßt und zu jedem Maß Saft'/«Pfund Zucker genommen, Beides gekocht und ausgeschäumtund wie Zohannisbeersast ausbewahrt.

66. Aepfel-Gelee.

Hierzu nimmt man noch nicht völlig reife Pigon oder sonstrecht saftige Aepfel, reibt sie mit einem Tuche ab, sticht Blumeund Stengel heraus, und schneidet dieselben, ohne sie zu schä-len, in 8 Theil«. Darauf setzt man sie mit so viel kochendemWasser zu Feuer, daß sie darin bedeckt sind, läßt sie schnelleinige Minuten kochen und dann zugedeckt einen Tag und zweiNächte stehen. Nun gibt man sie mit dem Saft in einen dazuverfertigten leinenen Beutel, der aber erst ausgekocht werden