verschiedener Früchte und Gewächse. 349
60. Himbeersast.
Nach Johannisbeersast Nro. S6, jedoch ist zu jedem PfundeSaft V« Pfund Zucker hinreichend.
61. Himbeer-Essig.
Auf 4 Pfund von den Stielen abgepflückter und ausgesuchterHimbeeren gießt man '/» Maß scharfen Weinessig und läßtsie damit 24 Stunden zugedeckt stehen. Dann drückt man siedurch ein reines Tuch, stellt den Saft über Nacht hin undschüttet ihm vom Bodensatz ab, vermischt denselben mit 2 PfundZucker, fetzt ihn zu Feuer und läßt ihn kochen, bis er nichtmehr schäumt, schüttet denselben in sehr reine, trockene, halbeFlaschen, läßt diese 24 Stunden ruhig stehen, gibt einen Thee-löffel Rum darauf und korkt und bindet sie mit einer Blase zu.
62. Auf andere Art.
Zu 4 Maß Himbeeren 2 Maß scharfen Weinessig. Durch-gepreßt gibt dies Z'/z Maß Säst, den man mit 7 PfundZucker gleich dem Vorhergehenden kocht, ausschäumt und auf-bewahrt.
Anmerk. Es schadet nicht, wenn die Himbeeren auch einige Tagelänger in Essig liegen.
63. Preiselbeeren einzumachen.
Die Preißelbeeren werden gut verlesen, gewaschen und zumAblaufen auf ein Sieb geschüttet. Dann gibt man zu S MaßBeeren 3 Pfund Zucker, den man in Stücke geschlagen, mitdenselben in einem irdenen Geschirr zu Feuer setzt. (Nach Be-lieben kann man auch '/z Loth Zimmet und V2 Loth Nelken,Beides ganz, hinzugeben). Dann läßt man sie be-im öfterenUmrühren gahr,. aber nicht zu weich kochen, gibt sie dannmit dem Schaumlöffel in ein porzellanenes Geschirr, läßt denSaft noch etwas einkochen, doch nicht zu stark, und schüttetihn über die Beeren. Kocht man sie auf einem Feuer, aufwelchem sie langsam weich werden, so braucht man den Saftspäter nicht nachzukochen. Am andern Tage rührt man siegehörig untereinander, füllt sie in einen Topf, legt ein mit