348 Vom Einmachen und Trocknen
I Pfund Saft, den man mit einem silbernen Löffel in einerRichtung gleichmäßig und ohne Aufhören 2 Stunden rührtwährend man jede halbe Stunde Zucker hinzugibt. Manmuß denselben ein wenig eintheilen, damit er hinreicht, bisman mit dem Rühren fertig ist. Dann wird der dick gewor-dem? Saft in Gläser gefüllt und wie im Vorhergehenden auf-bewahrt.
56. Johannisbeersast.
Ist der Saft nach Nro^öL ausgepreßt und abgeschüttet,nimint man zu 3 Pfund Saft 1 Pfund seinen Zucker undlegt ihn stückweise hinein. Wenn der Saft zu kochen an-fängt, muß er fortwährend geschäumt werden, bis er klar ist.Alsdann wird derselbe beinahe bis zum dritten Theil verkocl'tsein. Man nimmt ihn vom Feuer, läßt ihn ein wenig abküh-len und schüttet ihn in reine, ganz trockene, halbe Weinfla-schen, die aber nur so voll sein dürfen, daß zwischen Saftund Kork ein Finger breit Raum bleibt. Dann läßt man dieFlaschen eine Nacht offen stehen, gibt einen Theelöffel Franz-branntwein oder Nnm hinzu, verkorkt sie,, bindet ein StückBlase darüber, und stellt sie vorsichtig an einen kühlen undtrocknen Ort.
Anmerk. Dieser Saft an Saucen, Kaltschalen und Getränken istselir zu empfehlen und hält sich mehrere Jahre. Ncuirbiözehn Psund Saft geben ü hall'e^Flaschcn.
37. Dreisaft. Ein erquickendes Getränk für Kranke.
Ein Pfund Himbeersaft, i Psund Zohannisbeersaft, t Pfundsaurer Kirschsaft mit 1 Pfund Zucker gekocht, und wenn erausgeschäumt ist, wie Zohannisbeersaft ausbewahrt.
58. Himbeeren einzumachen.
Diese werden wie Johannisbeeren Nro. SS behandelt, je-doch nicht gewaschen.
59. Himbeermus.Wird bereitet wie Erdbeermus Nro. 44.