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Pracktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche : zuverlässige u. selbstgeprüfte Recepte ... ; mit e. Anh., enth. Arrangements zu kleinen u. größeren Gesellschaften
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verschiedener Früchte und Gewächse. 347

dem Saft zum Erkalten in ein porzellanenes Gefäß und fülltes in Einmachegläfer.

Ainnerk. Obgleich etwas umständlich und kostbar, mag dieses feineund an Farbe so unvergleichlich schöne Eingemachte hiereinen Raum finden.

54. Johcmnisbeer- und Himbeer-Gelee.

Sin.d die Johannisbeeren gewaschen, läßt man sie gut ab-laufen, macht sie mit einer Gabel von den Stielen, setzt sietheilweise zu Feuer, bis sie warm und zerplatzt sind, ko-chen dürfen sie nicht, und drückt sie durch ein grobes Tuch;doch darf man, um den Saft gehörig herauszubringen, aufeinmal nicht zu viel nehmen. Sind nun alle Beeren durch-gepreßt, gibt man den Saft durch ein reines, wollenes Tuch,welches, wenn man viel Saft hat, zuweilen ausgespült undstark ausgedrückt werden muß, weil der sich hineinsetzendeSchleim das Durchlaufen hindert. Dann setzt man den Saftbis zum andern Tage hin, schüttet ihn langsam ab, daß derBodensatz zurückbleibe. Zu t Pfund Saft gehört 1 Pfund ge-riebener und durchgesiebter Zucker. Der Saft wird nun zuFeuer gesetzt, der Zucker langsam hineingestreut, während manvon Anfang an gleichmäßig und fortwährend rührt. Ist derZucker zu Ende, so muß der Saft zu kochen anfangen; dannwird er vom Feuer genommen, 10 Minuten ruhig hingestellt,die darauf befindliche Haut mit einem silbernen Löffel abge-nommen, in Gläser gefüllt, nach 24 Stunden mit einem inFranzbranntwein oder Arrac angefeuchteten Papier zugelegt undgut zugebunden.

Anmerk. Dieser Gelee ist eben so schön an Farbe und Geschmack,als der rohe, und hält sich mehrere Jabre, wenn alle sechsMonate etwas Franzbranntwein zugegossen wird.

Der Gelee von schwarzen Johannisbeeren wird jedoch mitder Hälfte Zucker eben so gemacht. Derselbe wird haupt-sächlich zum Verzieren gebraucht.

55. Roher Johcimnsbeer - Gelee.

Man preßt ganz trockene Johannisbeeren durch ein Tuch,wiegt den Saft und gibt ihn in eine tief^orzellancne Schüssel.Zu t Pfund geriebenen und durchgesiebtem Zucker nimmt man