verschiedener Früchte und Gewächse. 343
zerstoßen und solche mit den Kirsche» bis zum andern Tagehingestellt. Dann preßt man sie durch ein Tuch, wiegt denSaft uud'gibt zu jedem Pfund desselben nach Belieben ^/g—'/zPfund Zucker, schäumt und kocht ihn '/t Stunde, füllt ihnin kleine, ganz trockene Flaschen und verfährt übrigens wieim vorhergehenden Recept gesagt worden.
Anmerk. Dieser Saft cn'bt die schönste Frucht-Sauce; sowohl un-vermischt zum Blancmcinc>er gegeben, als auch auf folgendeWeise: Wasser und etiras zergangene Stärke werden auf-gekocht und abgekühlt den Saf! durchgerührt.
40. Kirschenmus.
Zu 4 Pfund süßen, schwarzen Kirschen ohne Stiele undSteine nimmt man 1 Pfund Zucker und etwas Zimmet undNelken. Der Zucker wird in Wasser getunkt, geläutert, Kir-schen und Gewürz hineingegeben und gekocht, bis der Saftnicht mehr flüssig ist. Dann mit einem Braimtwcins-Papierbelegt und gut zugebunden.
41. Drcinnls.
Ein Pfund Zucker wird in Wasser getunkt, gekocht, bis ernicht mehr schäumt; dann hinzugegeben: t Pfund Johannis-beeren, 1 Pfund Himbeeren unv 1 Pfund ausgesteinter saurerKirschen nebst etwas gestoßenem seinem Zimmer und den Kirsch-kernen und Alles gekocht, bis der Saft dicklich wird. Dannin Gläser gefüllt und nach 8. Nro. 1 aufbewahrt.
Dieses Dreimus, sowohl auf Kuchen gestrichen, als beimDefert herumgegeben, ist von sehr angenehmem Geschmack.
42. Erdbeeren einzumachen.
In 1 Pfund geläutertem Zucker gibt nian 1 Psnnd reiferErdbeeren, die vorher gewaschen und auf einem Sieb gehörigabgelaufen sind, läßt sie eben aufkochen und stellt den Topfhin. Am andern Tage kocht man sie wieder auf, stellt siewieder in demselben Topse hin bis zum folgenden Tage undwiederholt das Aufkochen noch ein Mal, ohne sie zu rühren.Nachdem sie erkaltet sind, füllt man sie in Gläser. Siehe 8.Nro. 1.