362 Vom Einmachen und Trocknen
Faß und versieht solches nach Nro. I mit dem nöthigen Tuch,Einleger und Gewicht.
Anmcrk. Das Einmachen der Bohnen vor dem Abkochen dient zurBequemlichkeit, um nur eiu Mal die Mühe dcs Abkochenszu habe». Auch kann man damit so lange warten, bis dasStielmns abgekocht wird.
4. Schneidbohnen auf eine vorzügliche Weise ein-zumachen.
Die Bohnen werden vollwachsend, doch noch jung, geschnit-ten, ein kupferner Kessel voll Wasser zum Kochen gebracht,die Bohnen hineingeschüttet und uur einige Minuten darin ge-lassen, wenn sie auch nicht völlig durchkochen, in eine» Korboder Durchschlag geschüttet und zum Abkühlen viel kaltes Was-ser darüber gegossen. Der Boden dcs Fasses wird nun mitetwas Salz bestreut und jede abgekochte Portion Bohnen, wozuman jedes Mal frisches Wasser zum Kochen bringt, ins Faßgeschüttet und ein wenig Salz darauf gestreut. Ist man mitdem Abkochen fertig, so streut man noch etwas Salz auf dieBohnen und bedeckt das Faß mit kaltem Wasser, beschwert esAnfangs nicht stärker, als es das Niederhalten der Bohnenerfordert, damit solche nicht zn fest gepreßt werden (späterkannman etwas mehr Gewicht zum Beschweren nehmen). Nach14 Tagen schüttet man die Brühe ab, gießt wieder kaltes Was-ser darauf und so wiederholt man dies von Zeit zu Zeit etwaalle 14 Tage.
Die Bohnen auf diese Weise eingemacht, haben eine vor-züglich schöne Farbe, bedürfen znm Weichwerden nur eine kurzeZeit, haben keinen unangenehmen Geruch und sind im Ge-schmack fast den frischen Bohnen gleich.
5. Salatbohnen mit Essig einzumachen.
Die Salatbohnen, welche man nach Belieben von jeder Größenehmen kann, werden gut abgefäfert, in einem kupfernen Kes-sel theilweise in brausend kochendes Wasser geworfen, worinsie aber nur S Minuten bleibe» dürfen, wenn das Wasseranch nicht wieder kocht, weil sie sonst im Fasse zn weich wür-den und leicht verderben könnten. Dann legt man sie zum