Druckschrift 
Pracktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche : zuverlässige u. selbstgeprüfte Recepte ... ; mit e. Anh., enth. Arrangements zu kleinen u. größeren Gesellschaften
Entstehung
Seite
361
Einzelbild herunterladen
 

einiger Gemüse. 361

Zum Einmachen ziehe ich die Specksalatbohnen denSchwertbohneu vor, weil letztere, wenn man nicht Zeit hat,gerade den nöthigen Zeitpunkt zu benutzen, gar zu schnellhart werden.

3. Schneidbohuen roh einzumachen.

Zu tW Pfund Bohnen (eine gewöhnliche Mange voll), dieman fein und lang schneidet, nimmt man 1'/» Becher Salz,welches man theilweise durchstreut uud lose durchrührt. Soläßt man die Bohnen über Nacht in dem Gefäß stehen, undfüllt sie am nächsten Morgen ohne die Brühe in das dazubestimmte Faß. Es wird dann noch so viel Brühe hervor-trete», als nöthig ist, die Bohnen zu bedecken. Nach 4 6Wochen wird das Unreine abgenommen und sollte es nöthigsein, so wird eine gekochte Salzpöcket darauf geschüttet. Ue-brigens richte man sich nach Nro. i.

Anmerk. Man setzt diese Bohnen Abends vorher mit kaltem Was-ser zu Feuer, läßt sie eine Stunde kochen und setzt sie überNacht in kaltes, irisches Wasser. Am andern Morgen wer«deü sie gut abgespült uud zum Ausstovenmit Wasser und But-ter zu Feuer gebracht. Sie sind in einer Stunde gahr undvon sehr gutem Geschmack.

3. Schneidbohnen abgekocht, einzumachen.

In Landhaushaltungen, wo die Bohnen im eigenen Gartenwachsen, pflücke man solche jung, so wie sie zum Einmachenpassend sind, schneide dieselben fein und lang, vermische sie mitwenigem Salz, rühre sie so lange lose durcheinander, bis derSaft sich zeigt. Dann schütte man dieselben in ein Faß undbeschwere sie gehörig mit Gewicht. Sind die Bohnen zumEinmachen wieder herangewachsen, mache man solche auf die-selbe Weise zu den andern ein und fahre so fort, bis die zumEinmachen bestimmten Bohnen zusammen sind. Dann bringtman reichlich Wasser in einem großen Kessel zum Kochen, füllteinen Korb zur Hälfte mit den eingemachten Bohnen, setzt die-selben in das stark kochende Wasser, läßt sie eben durchkochenund legt sie zum Abkühlen in den Keller auf grobe Tücher.Durch das Abkühlen an der Luft oder mit Wasser verlierendie Bohne» ihre grüne Farbe und Letzteres macht sie etwashart. Darauf drückt man dieselben mit wenigem Salz in das