verschiedener Früchte und Gewächse. 357
81. Carotten (rothe Beeten) einzumachen.
Man schneide und blättere nicht das Geringste davon ab,weil sonst der dunkelrothe Saft herauskochen würde, wasche sierecht rein, setze sie mit kaltem Wasser bedeckt zu Feuer undkoche sie so lange, etwa 3—4 Stunden, bis sie sich weich an-fühlen; nur müssen sie während dieser Zeit beständig kochenund es darf ja nicht mit der Gabel hineingestochen und zumNachgießen muß kochendes Wasser genommen werden. Dannzieht man gleich die Haut ab, schneidet sie erkaltet in dünneScheiben und legt solche mit etwas Salz und Pfefferkörnern,„ach Belieben auch mit Lorbeerblättern in einen feinen Tovs,worin nichts Fettiges gewesen, gießt so viel Essig darüber, daßsie bedeckt sind und bindet den Topf zu.
Ainncrk. Ist der Essig sehr scharf, kann man ihn mit etwas Wasservermischen. Sehr lange halten sich die Carotten nicht, manthut daher wohl, nicht zu große Portionen zu kochen.
Man gibt sie zu Suppenfleisch, Braten, auch zu Endi-vien und Kornsalat.
82. Champignons einzumachen.
Man nehme ganz kleine, noch geschlossene Champignons,schneide die Stiele ab und wasche die, welche nicht madig sind,unabgeputzt, in lauwarmem Wasser und lasse sie auf einemTuch abtrocknen. Dann koche man einen guten Theil Butterwie Oel klar, lege die Champignons mit dem Saft einigerZitronen und Nelken hinein und lasse sie unter fortwährendemRühren ein wenig durchkochen. Sind solche so heiß, daß sieSaft von sich geben, nehme man sie vom Feuer und lege siemit Butter und Saft in kleine Gläser. Die Butter muß einigeFingerbreit darüber stehen, weil sie sich sonst nichl halten wür-den. Völlig kalt geworden, binde man die Gläser mit einerBlase zu.
83. Champignons in Cssig.
Hierzu kann man kleine und große nehmen; putze Allesdavon ab, was nicht fest daran ist, wasche dieselben schnell,damit sie nicht zu viel Wasser ziehn und lasse sie auf einemTuch abtrocknen. Unterdeß koche man Weinessig mit ganzem