334 Vom Einmachen und Trocknen
11. Aprikosenmus.
Die Aprikosen werden geschält, aufgeschnitten und die Steineherausgenommen. Zu 2 Pfund derselben läutert man 1 PfundZucker, indem man ihn in Wasser tunkt und solchen mit eini-gen Stücken Zimmet klar kocht. Dann gibt man die Früchtehinein, läßt sie ganz zerkochen, rührt die abgeschälten Apri-kosenkerne mit durch nnd füllt es al'gekühlt in Einmachegläser.Sollte die Marmelade nachwässern, muß man sie noch ein we-nig einkochen. Uebrigens wie in 8. Nro. 1 bemerkt worden.
1Z. Pfirsiche in Zncker.
Werden eingemacht nach Nro. 9.
13. Reife Reineclaudes in Zucker.
Man nimmt zu 1 Pfuud '/z Pfund Zucker, koebt ihn zuperlendem Syrup und schüttet ihn kochend über die Früchte.Nach 24 Stunden kocht man den Saft etwas ein, gibt ihnkalt über dieselben und wiederholt dies nach einigen Tagennoch ein Mal; dann aber muß der Saft mehr einkochen. Manversäume ja nicht ein mit Branntwein getränktes Papier überdie Früchte zu legen und das Glas mit einer Blase zuzubinden.
14. Quitten einzumachen.
Birnquitten sind zum Einmachen die besten. Sie werdengut abgerieben, geschält, der Länge nach einmal durchgeschnit-ten und mit den Schalen und dem Kerngehäuse iu Wassergahr, aber nicht weich gekocht. Die Kerne geben den Quittenkine schöne rothe Farbe. Dann läßt man sie auf einem Ein-leger abtröpfeln, während man das Uebrige noch 1 Stundekocht, alsdann durch ein Sieb gibt und die durchgelaufene Brühemit dem Zucker ausschäumt. Zu jedem Pfund Quitten nimmtman '/z — 3/t Pfund Zucker. Ist dies geschehen, läßt mandieselben in dem Saft vollends weich und klar kochen, legt siemit Nelken und Stückchen ZimMet in ein Glas, kocht die Brühenoch etwas ein und gießt sie nicht zu heiß über die Quitten.Der Saft muß, wie bei allem Eingemachten, die Früchte bc-