verschiedener Früchte und Gewächse. 333
Zucker, dann bindet man das Glas mit einer präparirten Blase,siehe 8. Nro. 1, zu, worin man mit einer Nadel kleine Oeff-nungtn sticht, setzt solches mit kaltem Wasser, worin etwasHeu liegt, zu Feuer, und läßt es von der Zeit, wo es zu ko-chen anfängt, '/t— '/s Stunde kochen, je nachdem das Obstist, und dann in dein Wasser erkalten. Ein mit Franzbrannt-wein getränktes Papier vor dem Kochen auf das Obst gelegt,gibt demselben einen angenehmen Geschmack und es bewahrtsich dadurch besser. Obst auf diese Weise eingemacht, ist sehrgut, erhälr sich aber nicht länger, als ^ Jahr.
9. Reife Aprikosen in Zucker.
Wenn die Aprikosen ihre völlige Reise erhalten haben, wer-den sie gepflückt, dann geschält oder mit einem weichen Tucheabgeputzt; in der Mitte durchgeschnitten, und die Steine her-ausgenommen. (Man kann die Aprikosen auch ganz lassen).Nun nehme man auf 1 Pfund derselben '/z Pfund ganz feingestoßener Raffinade, lege die Aprikosen in ein porzellanenesGefäß, doch so, daß die offene Seite nach oben liegt, und streuedann lagenweise den Zucker dazwischen. Am andern Tage kocheman dies auf gelindem Feuer ja nicht zu weich, lasse die Apri-kosen auf einem Einleger abtröpfeln und lege sie mit den ab-geschälten Aprikosenkernen in ein Einmacheglas. Darauf kochtmau den Saft ein, bis er dicklich wird, und gießt ihn kaltüber die Früchte. Uebrigens wie 8. Nro. 1.
10. Aprikosen in Essig.
Zu 4 Pfund reifen, aber nicht zu weichen Aprikosen nimmtman l'/z Pfund Zucker und '/2 Maß guten Essig, läßt bei-des kochen und ausschäumen nnd die abgeschälten, halb durch-geschnittenen Aprikosen darin eben durchkochen. Dann läßt mansie auf einem Einleger abtröpfeln, legt sie mit den abgeschäl-ten Aprikosenkernen, Stückchen Zimmet und zu jeder Aprikoseeine Nelke gerechnet, in ein Einmacheglas, läßt den Essig undZucker dicklich einkochen und schüttet ihn kalt über die Apri-kosen. Sollte der Saft nach Verlauf von einigen Tagen wie-der dünn werden, so muß man denselben nochmals einkochen,und oft muß dies zum dritten Mal geschehen. Beim Zubin-den der Gläser richte man sich nach 8. Nro. 1.