332 Vom Einmachen i^nd Trocknen
dem sie abgelaufen sind, legt man dieselben ans Schüsseln aus-einander, daß sie erkalten, und bewahrt das Wasser, worin siegekocht sind. Am andern Tage wiegt man die Quitten, stichtin jedes Stück ein Stückchen Zimmet und feine Streifchen Zi-tronenschale und legt sie in ein Einmacheglas. Dann nimmtman zu jedem Pfund Quitten ^ Pfund Zucker, kochi den-selben mit etwas Quittenwasser dicklich ein und gießt, nach-dem man es etwas abgekühlt, so viel guten Cognac dazu, daßes kräftig genug ist, gibt die Sauce über die Früchte und bin-det wie gewöhnlich das Glas mit einer Blase nach 8. Nro. I zu
6. Getrocknete französische Ccitharinen - Pflaumenin Cognac.
Man legt die getrockneten Pflaumen 24 Stunden lang inordinairen oder trüben weißen Wein, daß sie quillen, und gießtsie zum Abtrocknen auf einen Durchschlag. Dann legt mansie in ein Einmacheglas, gibt Stangen-Zimmet und einigeMuskatnägelchen dazu, so wie auch feinen Zucker, gießt so vielächten Cognac darauf, daß die Pflaumen stark bedeckt sind,und stellt das Glas gut zugebunden eine Zeitlang an die Sonneoder an einem warmen Ort.
7. Kirschen in Branntwein.
Am besten sind hierzu die süßen Glaskirschen, die an einemtrockenen Tage gepflückt sein müssen; sie werven abgeputzt, dieStiele znr Hälfte abgeschnitten nnd in ein Einmacheglas ge-legt. Zu 4 Pfund Kirschen nehme man ein Maß guten Franz-branntwein und 11/2 Pfund feinen Zucker. Denselben tunktman in Wasser und läßt ihn mit einigen Stücken Zimmet undNelken zum dicklichen Syrup kochen und abkühlen, rührt denBranntwein gut durch und füllt ihn über die Kirschen. Völ-lig erkaltet bindet man das Glas mit einer Blase zu.
8. Obst wie frisches Compote einzumachen.
Man legt das abgeputzte Obst, Pflaumen, Kirschen, Apri-kosen, oder was es fei, in ein grünes Einmacheglas, und gibtetwa auf ein Maß derselben 6 gehäufte Eßlöffel geriebenen