verschiedener Früchte und Gewächse. 331
kalt werden. Die Gläser müssen jedoch nicht ganz voll sein,so daß das Wasser über den Früchten steht. Die Blase wirdmit einer Nadel einige Mal durchstochen, ehe das Glas in denKessel gestellt wird.
3. Reineclaudes, Aprikosen und Pfirsiche inBranntwein.
Man nimmt die Früchte reis, aber unaufgesprungen; zu 1Pfund Frucht ^^ Pfund Zucker. Denselben tunkt manin Wasser, kocht und schäumt ihn, legt die sorgfältig abgerie-benen Früchte hinein, nimmt das Geschirr vom Feuer und läßtdie Früchte darin erkalten. Nach 24 Stunden kocht man denSaft gut ein, füllt ihn kalt Mit den Früchten in Einmache-gläser, schüttet so viel Cognac oder Franzbranntwein hinzu,daß sie bedeckt sind, und verfährt übrigens nach 8. Nro. l.
Haben sich die Früchte gesenkt, so ist der Branntwein ein-gezogen und sie sind zum Gebrauch gut.
4. Mirabellen in Cognac.
Man schüttet 2 Pfund nicht zu reifer Mirabellen in kochen-des Wasser, läßt sie darin, bis sie steigen, nicht aufspringen,und legt sie auf einem Einleger. Dann tunkt man 1 V2 PfundZucker in'Wasser, kocht und schäumt ihn, gießt ihn in einenporzellanenen Napf, legt die abgelaufenen Mirabellen in denwarmen Zucker und läßt sie darin stehen, bis zum andern Tage.Dann nimmt man die Früchte heraus, legt sie in ein Ein-macheglaS, schüttet das Wasser, das der Zucker angezogen, abund rührt so viel Cognac zu dem Zucker, als nöthig ist, dieMirabellen völlig damit zu bedecken. Beim Zubinden und Auf-bewahren richte man sich nach 8. Nro. 1.
5. Quitten in Cognac.
Man schält Birnquitten, schneidet sie in 8 Theile, das Kern-gehäuse heraus, und wirft sie gleich in frisches, kaltes Wasser.Dann läßt man Wasser kochen, gibt die Quitten hinein undläßt sie darin ein wenig kochen, doch nicht zu weich werden,schüttet sie vorsichtig auf einen irdenen Durchschlag, und nach-