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Pracktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche : zuverlässige u. selbstgeprüfte Recepte ... ; mit e. Anh., enth. Arrangements zu kleinen u. größeren Gesellschaften
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Fleischspeisen aller Art. 199

selbe nicht schon durch die Sahne sämig genug sein, ein Thee-löffel Kartoffelmehl hinzugefügt.

Anmerk. Man kann diese Braten auf angegebene Art auf demFeuer oder im Ofen braien.

124. Dergleichen Reh- und Hirschkenlen.

Werden eben so zubereitet. Ein Braten von einem gehetz-ten Hirsch muß langsam angebraten weiden, damit er nichtgleich zuröstet, weil sonst der Braten zu stark schmecken würde.Man thut besser, ihn vorher 1—2 Tage in Essig zu legen.

125. Hasenbraten.

Wenn der Hase gehörig gewaschen, gehäutet und nach Be-lieben gespickt worden ist, streut man etwas Salz über, be-wickelt die Füße mit Papier und läßt ihn am besten mit rechtvieler Butter unter fortwährendem Begießen am Spieß etwaeine Stunde braten. Liebt man indeß, nach englischer Weise,das Fleisch inwendig roth, so braucht man ihn nur '/z Stundein der Maschine zu lassen, Stunde vorher gibt man eineTasse Sahne zur Sauce. Im Ofen gebraten ist die Behand-lung dieselbe, nur thut man wohl, den Hasen nicht bei zuschwachem Feuer zu braten, weil er sonst austrocknet. Reich-lich Butter und sehr fleißiges Begießen macht ihn saftig, selbstdas Fleisch an den Beinen wird dadurch eben so mürbe undsaftig, als der Rücken. Ist er gahr, welches in einer Stundeder Fall ist, so muß er sogleich aus dem Ofen genommenund die Sauce mit etwas kaltem Wasser zusammengerührtwerten, wodurch sich die Sahne mit der Butter, die sonst klarhervor tritt, verbindet.

Anmeek. Wenn man am H.isen einen säuerlichen Geschmack liebt,so lege man ihn vorher 12—2i Stunden in Essig.

126. Hasenpfeffer.

Die Vorderbeine nebst Bauchhaut des Hasen werden inStücke geschnitten, gehörig gewaschen und die Haare, die sichetwa darin finden sollten, gut abgespült, der Kopf wird ge-spalten und solches mit H .'rz, Leber und Lunge gewaschen,