Pasteten. 157
31. Geschwind gemachte Semmel-Pastetchen.
Man hackt übergebliebenen Kalbsbraten, oder was mandieser Art hat, mit etwas fettem Fleisch, auch kann etwasSchinken dazu genommen werden, ganz fein, gibt Muskat,Salz, ein Stück Butter, einige Eier, Petersilie oder etwaö ge-hackte Zwiebeln und saure Sahne hinzu und rührt dies überFeuer zu einer nicht zu steifen Farce. Damit werden frischeViervfennigs-Semmeln oder Milchbrödchen gefüllt und wie imVorhergehenden gesagt worden, gebacken.
32. Pastetchen von Blätterteig.
Man rollt einen Blätterteig sein aus, drückt mit einemGlase kleine Boden davon, nnd die Hälfte derselben nochmalsmit einem kleinen Glase aus, welches den Rand auf das Un-terblatt bildet. Ehe man denselben auflegt, bestreicht man Er-steres mit Wasser, damir es zusammenhält. Nachdem sie beistarker Hitze gahr gebacken sind, füllt man sie mit folgenderFarce und gibt sie warm zur Tafel.
Hierzu hackt man ein Stück kalten Kalbsbraten ganz fein,würzt ihn mit etwas Zitronenschale, Muskatblüthe, Salz undrührt dies über Feuer mit einem Stück Krebs- oder frischerButter und etwas Bouillon zu einer dicken Farce. Wenn mankeine Krebsbutter hat, kann man zuletzt etwas fein gehacktePetersilie durchrühren, bei Ersterer aber darf der Geschmacknicht getheilt werden.
33. Pastetchen mit Sardellen-Farce.
Gebratenes Fleisch wird sehr fein gehackt, Butter mit etwasgehackten Charlotten gelb gemacht, das Fleisch mit Salz, Zi-tronensaft und Schale gewürzt, hinzugegeben, und nebst einwenig kräftiger Bouillon, wenn dies eine Weile über Feuergerührt und dick ist, einige fein gehackte Sardellen und einEidotter durchgerührt. Die Farce muß ganz dick, aber nichtsteif fein. Man füllt sie wie im Vorhergehenden in kleinegebackene Pastetchen.
34. Mark-Pastetchen,l Man sticht mit einem Glase so viel Boden von Blätter-