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Pracktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche : zuverlässige u. selbstgeprüfte Recepte ... ; mit e. Anh., enth. Arrangements zu kleinen u. größeren Gesellschaften
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432 Eier-, Milch- und Mehl-Speisen.28. Sehr gute Nudeln. Portion für 810 Personen.

Hierzu gehören 4 ganze Eier, 3 Eßlöffel voll Milch undso viel ganz feines Mehl, als diese annehmen. Das Mehl gibtman in eine Schüssel, macht in der Mitte eine Vertiefung,gibt Eier und Milch hinein, rührt mit einem Messer Mehl,Milch und Eier zu einem leichten Teig, legt diesen dann asneinen Tisch, und macht ihn mit den Händen, während manimmer Mehl unterstreut, zum glatten, ganz festen Teig. Jelänger und steifer derselbe verarbeitet ist, desto besser werdendie Nudeln. Dann schneidet man ihn in vier Stücke, rolltjedes so dünn wie Papier aus und hängt es zum Abtrocknenauf einen Trockenstock. Ist das vierte Stück ausgerollt, solegt man das erste auf den Tisch, staubt etwas Mehl dar-über, schneidet es der Breite nach ein Mal durch, rollt es aufund schneidet es mit einem Messer in Strohbreite Streifen.Diese macht man etwas auseinander, indem man ein wenigMehl darüber streut, und läßt sie trocknen; doch kann mansie auch sogleich gebrauchen.

Man gibt sie in kochendem Wasser mit etwas Salz, kochtsie gahr, etwa eine halbe Stunde, und schüttet sie auf eine»Durchschlag. Dann kocht man Milch mit einem gutenfrischer Butter und etwas Salz und läßt die Nudeln einigtMal darin durchkochen. Angerichtet, füllt man so viel ge-stoßenen, in Butter gelbbraun gebratenen Zwieback darüber,daß die Nudeln ganz bedeckt sind. Man gibt Kalbsbratendazu; doch schmecken sie auch vorzüglich gut zu gestovtenAepfeln, so wie auch zu getrocknetem Obst.

29. Mehl-Gräupchen zu machen.

Derselbe, eben so fein ausgerollte Teig (Nro. 28) wird inkleine Würfel geschnitten, die man mit dem Wieg- oder Hackmesserso fein wie Graupen macht. Ist der Teig vorzüglich schönund fest, kann man ihn anch auf einer Reibe reiben. DieseMehlgräupchen werden besonders zu Milchsuppen gebraucht.

30. Ein Pfannkuchen von gekochten, übergebliebenenNudeln.

Zu einem Teller voll Nudeln rührt man einen Eßlöffel