112 Puddings.
4V. Kalter Wein-Pudding.
Zu dem Gelte oder Stand von 2 Kälbersüßen nimmt maneine Flasche guten Rheinwein, die Schale einer Zitrone, gan-zen Zimmct, !/z Psnnd Zucker. Dies AlleS, außer dem Ge-lee, setzt man fest zugedeckt zu Feuer, wenn cS vor dem Kochenist, gibt man den Gelee dazu, läßt es zusammen durchkochen,nimmt das Gewürz heraus, rührt 12 Eidotter behutsam (da-mit sie ja nicht gerinnen), gut durch und gießt die Masseschnell in eine mit Mandelöl bestrichene Form.
Es wird eine Vanillen-Sauce dazu gegeben. Disser Pud-ding ist vorzüglich sein und von sehr angenehmem Geschmack.
Anmerk. Die Bereitung des Gelees von Kalbssußen findet man inden VorbercitungSregeln.
41. Kalter rother Pudding.
Ein halbes Maß rothen Wein, '/> Maß Johannisbeer-saft, l/t Maß Wasser, A Pfund Zucker, 6 Loth feinste Stärkerührt man zusammen über starkem Feuer, bis es kocht undgießt es dann schnell in eine mit Wasser umgespülte Form.
42. Kalter Mandel-Pudding.
Sechs Loth Butter werden weich gerührt, hinzu gegebenenach und nach 10 Eidotter, 12 Loth Zucker, Zitronenschale,l/2 Pfund mit Nosenwasser sein gestoßene Mandeln und für1 Sgr. abgeschältes, in Milch getunktes und ausgedrücktesSemmelbrod. Ist dies Alles gut gerührt, wird der feste Ei-weißschaum leicht darunter gemischt und der Pudding sogleichzu Feuer gebracht. Man läßt denselben 2 Stunden kochenund gibt eine beliebige Sauce dazu.
43. Kalter Aepfel-Pudding.
Man kocht in einem irdenen Gefäß mit Wein und Zitronen-schale ein feines Aepfelmns, reibt es durch ein Siebchen, gibtnoch Wein, den Saft von 1—2 Zitronen, nebst Zucker hinzuund rührt, wenn es kocht, so viel Kartoffeln-Mehl daran,daß, wenn es kalt geworden, zum Umstürzen dick genug ist;