Suppen. 29
gahr gekocht. Hat man Spargel oder Scorzoneren, so kannman solche darin weich kochen, auch ein wenig fein gehacktePetersilie dazu geben und die Suppe, wenn es dem Krankenerlaubt ist, mit einem frischen Eidotter abrühren.
8. Suppe von Midder (Kalbsmilch).
Das Midder wird nach ^ Nro. 16 vorgerichtet, in kleineWürfel geschnitten und in Butter und Mehl gelb gemacht,mit Kalbsteifchbrühe eine Weile gekocht, dann mit etwas feingehackter Petersilie, Muslatblüthe und Eidotter abgerührt. Auchfür Kranke ist dies eine passende Suppe, dann aber muß dasGewürz wegbleiben und das Mehl mir wenig Butter nurweiß geschwitzt werden.
9. Hammelfleischsuppe.
» Das Fleisch wird in Stückchen gehauen, gut gewaschen, mitSalz ausgeschäumt, Wurzelwerk, eine fein geschnittene Zwiebelund einige in Würfel geschnittene Kartoffeln hinein gegeben.Letzlere müssen ganz zerkochen,' ist dies nicht der Fall, weilmanche Kartoffeln sich nicht auflösen/so reibt man sie durchein Sieb. Eine halbe Stunde vor dem Anrichten wird Gries-mehl hinein gestreut, und wenn dieß gahr ist, gibt man Kar-toffel-Klöße in die Suppe und rührt sie nach Verlauf von1V Minuten mit gehackter Petersilie, Muskat und Eidotter ab.
10. Hühnersuppe.
Zu 4 —5 Personen rechnet man ein großes, fettes Huhn.Dasselbe wird mit Salz gehörig ausgeschäumt, die Brühe,wie bei allen Fleischsuppen, durch ein Sieb geschüttet und miteiner Petersilien-Wurzel gahr gekocht, was ungefähr 3 Stun-den Zeit erfordert. Ein und eine halbe Stunde vorher gibtman gut abgebrühren Reis, oder nach Belieben Perlgerste zurSuppe, die jedoch wohl V- Stunde länger kochen muß. Krebs-klöße und Krebsbutter sind vorzüglich gut darin; in Erman-gelung derselben nehme man Klöße nach Belieben und rühredie Suppe mit etwas fein gehackter Petersilie, MÜskatblütheund Eidotter ab. Sie muß, wie auch die vorhergehenden