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Pracktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche : zuverlässige u. selbstgeprüfte Recepte ... ; mit e. Anh., enth. Arrangements zu kleinen u. größeren Gesellschaften
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Arrangements für Gesellschaften. 7

bleibt, bei einer langen Tafel, nieder ein leerer Raum, woebenfalls Gemüse nnd Beilagen hingestellt werde». Dann läßtman, im Fall eine kalte Pastete gegeben werden soll, diese fol-gen, darnach Compotes, die Torten, und Früchte.

Die Suppe wird au einem Nebentische ausgegeben. Die Ge-müse werden beim Wegnehmen von der Tafel mit andern Schüs-seln gewechselt, z. B. mit irgend einem Ragout, oder einerwarmen Pastete, einem Pudding, Braten. Nach dem letztenwarmen Gericht setzt man die nebenan stehenden Schüsseln einwenig näher, damit keine leere Räume entstehen.

Dieses jetzt angegebene Arrangement ist in vielen Gegendennoch zu üblich, als daß ich es hätte übergehen dürfen, inveßfinde ich folgendes ungleich angenehmer und feiner:

Die Mitte der Tafel wird mit jenem Krystall-Aufsatz odermit einer ansehnlichen Torle, umgeben von kleinen Conditor-sachen, besetzt, ferner >»it Compotes und Eingemachtem, Crö-mes, Geleefchüfseln, kalten Fischen und Früchten und zwischen-durch mit Blumen verziert. Die warmen Speisen werden aufeinen gedeckten Seitentisch gestellt, das Fleisch dort trangirtund Alles einzeln herumgereicht.

Bei warmen Essen, wo die feinste Etiquette beachtet wird,kommt jedoch kein Gericht auf die Tafel. Es wird diese nurmit süßen Gelees, Confitüren, kleinen Conditorsachen und fei-nen Früchten in Geschirr von Silber und Krystall mit Blu-menverzierungen decorirt. Die Suppen nebst allen andernGerichten stehen auf einem gedeckten Tisch im Nebenzimmer,wo zugleich das Trangiren der Braten geschieht und von woaus die Speisen nach ihrer Reihenfolge einzeln präfentirt werden.

Vom Bedienen einer?Tafel. D

Es ist dies bei einem Gesellschaftsessen gar keine Nebensache,da die feinste und kostbarste Bewinhung durch eine schlechteBedienung ungemein verliert. Hat man keine eingeübte Leute,so instruire man fie vorher gehörig, worüber ich das Wesent-lichste zu bemerken mir erlaube.

Worab mache ich aufmerksam darauf, daß die Bedienungfich recht proper kleide und sich mit leichten Schuhen versehe. DieSchüsseln und Saucieren werden beim Präsentiren mit einerfeinen Serviette, und bei ganz feinen Essen nicht mit der blo-