Druckschrift 
Pracktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche : zuverlässige u. selbstgeprüfte Recepte ... ; mit e. Anh., enth. Arrangements zu kleinen u. größeren Gesellschaften
Entstehung
Seite
4
Einzelbild herunterladen
 

4 Arrangements für Gesellschaften.

lieren; doch kann man dies nach Belieben halten. DaS Tisch-tuch läßt man, wenn es sein kann, wohl eine halbe Elle herabhängen, die Zipfel nimmt man in kleine Falten zusammen undsteckt sie mit einer Nadel fest, so, daß auf der rechten Seite,ohne daß die Nadel zu bemerken ist, die Falten fächerförmigsich ausdehnen, oder es wird in der Mitte des Zipfels einekleine Rosette gebildet und diese mit einer leicht herunter fal-lenden blaufeidenen Schleife zierlich gebunden. Die Couvertswerden so weit auseinander gelegt, daß die Gäste nicht genirt,sondern recht bequem neben einander sitzen können, welchesdurch das Hinstellen einiger Stühle am richtigsten probirtwird Es werden nicht mehr als zwei flache Teller aufeinan-der herumgesetzt, die Servietten auf dem Teller mit einem klei-nen darunter liegenden Brödchen zur Suppe, nach Belieben,flach oder künstlich gefallen, hingelegt, das Messer rechts, dieSchneide nach dem Teller hin (bei MittagSefsen den Löffel dar-neben), und die Gabel links zur Seite, die Zinken nach un-ten gekehrt. Bei Mittagsessen werden die Suppenteller aus-einander mit dem Suppenlöffel davor liegend, so auch dieVor-legelöffel da hingelegt, wo die Suppenterrine und die Gerichteflehen sollen.

Bei Hochzeitsessen hauptsächlich, doch auch bei andern Essenmacht man die Mitte der Tafel gern zu Oben, wo die beidenPlätze des Brautpaares durch ein auf dem Couverte liegen-des feines Bonquetchen von Myrthen und einer halb aufge-blühten Rose zusammengebunden, bezeichnet werden. Rechthübsch ist es, wenn auch jedes andere Couvert ein Blumen-sträußchen ziert; jedoch müssen alle sich ganz von denen desBrautpaares unterscheiden. DaS Verzieren der Couverts mitBlumenbouqetchen geschieht indeß nicht blos bei Hochzeits-essen , sondern auch bei andern fröhlichen Festen. Zugleich wirdjedem Gast durch ein auf dem Couverte liegendes Zettelchen,worauf der Name geschrieben steht, sein Platz angewiesen, wo-bei nur auf Unterhaltung, nicht auf Stand und Rang Rück-sicht genommen, welches vielmehr bei einer feinen Bewirthungganz vermieden wird und die Plätze so geordnet werden, daßnirgend ein Oben zu finden ist, wodurch auch »och der Zweckerreicht wird, daß die Familienglieder sich an der ganzen Ta-fel vertheilen, also die Unterhaltung anregen und zugleich daSFehlende beachten können. Wenn ich erwähnte, daß die Mitte