verschiedener Früchte und Gewächse. 359
88. Brünellen zu trocknen.
Reife, große Zwetschen werde» mit einem Netz ein PaarAugenblicke in kochend Wasser getunkt, die Haut abgezogen,Steine herausgemacht und wie im vorhergehenden Recept ge-sagt worden, getrocknet. Sie müssen noch etwas weich bleiben,werden dann auseinander gelegt, an der Lust noch ein wenigimchgetrocknet und in steinernen Töpfen aufbewahrt.
89. Pflaumen (Zwetschen) ohne Steine zu trocknen.
Sind dieselben halb trocken, stoße man mit einem irdenenPfeifenstiel die Steine heraus und setze sie wieder in den nichtzu heißen Ofen; doch müssen sie nicht zu lange darin sein,sondern an der Luft noch etwas nachtrocknen.
90. Aepfel zu trockuen.
Man nehme reife, vom Liegen mürbe gewordene Aepfel,schäle und bohre das Kerngehäuse heraus oder schneide sie inder Mitte durch, mache das Kerngehäuse heraus und trocknesie in einem mäßig geheizten Ofen.
91. Heidelbeeren (Waldbeeren) zu trockne».
Gut ausgesucht, werden solche dünn auseinander gelegt, inder Soune getrocknet.
92. Weintrauben zu trocknen.
Man nehme dazu die kleinen, süßen, schwarzen Trauben,pflücke sie ab nnd trockne sie wie Heidelbeeren. Man kann siestatt Korinthen gebrauchen.
93. Quitten zu trocknen.
Diese werden, wenn sie vom Liegen etwas mürbe geworden,geschält, in acht Theile geschnitten, getrocknet, zur Zeit einigeStücke unter getrockneten Aepfeln und Birnen gekocht, wodurchsolche für Manche eiuen angenehmen Geschmack erhalten.