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Die Wahl und Krönung der deutschen Kaiser zu Frankfurt am Main
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Kapitel XVII.

Abreise des Kaisers ans der Krönuiigsstadt.

Wie die Ankunft, so war auch die Abreise des Kaiserseine wahre Feierlichkeit; die ganze Bürgerschaft paradirte aufden Strassen, die bürgerlichen Compagnien zu Pferde, nebsteinigen Rathsdeputirten an dem Stadtihor, durch welches dieRückreise geschah, um das Geleit bis zur Grenze zu geben.Dreihundert Kanonenschüsse machten der Stadt und der Um-gegend die Abreise bekannt, die unter Yorreitung des kaiserl.Reichsposthalters von Frankfurt und vieler blasender Postillonsin einem sechsspännigen Wagen angetreten wurde. KaiserFranz II. reiste den 19. Juli 1792 von Frankfurt ab, und be-gab sich zu dem Kurfürsten Erzbischof Friedrich Karl Josephvon Mainz, um mit dem König Friedrich Wilhelm von Preussendaselbst eine Zusammenkunft zu haben, ehe die Rückreise nachWien angetreten wurde. Unter Vivatrufen und den heissestenSegenswünschen sahen die Bürger Frankfurts den neuen Kaiserder Deutschen ihre Stadt verlassen. Ohnerachtet schon am 20.April 1792 die franz. Nationalversammlung dem Reich den Kriegerklärt hatte, so hätte doch damals nicht leicht einer der An-wesenden ahnen können, dass er den letzten deutschen Kaiserdabin ziehen sehe.

Umsonst versuchte Franz, wie in der Wahlkapitulation ver-sprochen, das deutsche Reichzu schirmen, umsonst war erbemüht, neues Leben in die Stände zu bringen: unglücklicheKämpfe in Verbindung mit dem selbstsüchtigen Auftreten meh-rerer Reichsfürsten brachten das zerrüttete Reich zu gänz-lichem Verfall.

Nach vielen Wechselfällen hatte sich Deutschland wiederermannt und unter dem Wiederhall des Schlachtendonners zogKaiser Franz am 6. November 1813, von dem lauten Jubel der