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aus dem Nürnbergischen Krongesandtschaftsquarticr abgeholt, indas kaiserliche Audienzzimmer gebracht, und der ganze Ornathier der kaiserl. Majestät angepasst und gemustert. Nach derOrnatprobe wurden die Insignien wieder in das NürnbergischeQuartier zurückgebracht.
Kapitel XI.
Einzug des Kaisers, Beschwörung derW ahlkapitulation.
Sobald der neucrwählte Kaiser sich der Krönungsstadtnäherte, eilten die Kurfürsten zu feierlichem Empfang ihm ent-gegen und zogen mit demselben in die Stadt ein. Auch derSladlrath beeilte sich, wie er von dem Reichserbmarschall dieZeit des kaiserlichen Einzugs erfuhr, der Majestät seine Devo-tion darzubringen. Bei dem letzten Einzug zur Krönung hatteder erwählte Kaiser Franz II. beschlossen, in dem strengstenIncognito den 11. Juli 1792 hier einzutreflen, und erst den an-dern Tag die schuldige Ehrerbietung anzunehmen. In derachten Sitzung des kurfürstlichen Collegiums am 7. Juli 1792wurde daher der kaiserliche Empfang und der Zug in die Kirchezur Beschwörung der Waldkapilulation bestimmt und beschlos-sen, dass den andern Tag nach der Ankunft Sr. Majestät zueiner Stunde, die noch bestimmt werden sollte, einhundert Ka-nonen gelöst, und mit allen Glocken geläutet werde, um da-durch dem Volke die allerhöchste Ankunft anzukündigen, dassdann der Stadtrath in dem kaiserl. Quartier die Stadtschlüsselzu überreichen und die allergnädigsten Befehle zu vernehmenhabe, dass die Bürgerschaft und die Soldateska die gewöhn-liche Paradirung bei dem Zug in die Kirche übernehmen solle.Die Kurfürsten in Person und die ersten Wahlbotschafter derabwesenden Kurfürsten versammeln sich im Römer, und fahren