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Die Wahl und Krönung der deutschen Kaiser zu Frankfurt am Main
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schafter gehen unter Yortretung des Reichserbmarschalls durchden Chor auf die Proklaraationsbühne, nehmen dort auf denbereiteten Stühlen den Sitz, wie sie bei der ersten Verpflich-tung vor dem Altäre gestanden. Hinter den höchsten HerrenKurfürsten stehen die Ober- und Hofmarschälle, neben Kurmainzaber der Keichserbmarschall und der kurmainzische zweite'Wahlbotschafter.

Hierauf stellen Se. Kurfürstliche Gnaden demjenigen, derdie Proklamation verrichtet, den Proklamationszettel zu, wel-cher den Neugewählten versus populum proklamirt, dem dasVolk mit Vivat Rex antwortet. Darauf folgen Trompeten undPauckcn, die Stadtglocken werden geläutet, die Kanonen abge-feuert, während dem Se. Kurfürstliche Gnaden und die Bot-schafter von der Bühne in das Chor zurück in ihre vorigeStelle gehen, das Te Deum auswarten, nach dem Te Deumnochmal in das Conclave zurück gehen, um das Notifications-schreiben an den neuerwählten römischen König zu unter-schreiben und demnächst, wie in die Kirche, also auch zurückunter der zweiten Abfeuerung der Kanonen in den Römer rei-ten, wo die höchsten Herren Kurfürsten sich umkleiden, undden Rückzug in ihre Quartiere, so wie die Herren Botschafterin die ihrigen nehmen.

Kapitol IX.

Die K r ö n 11 n <> s s t a d t.

Die goldene Bulle bestimmt in cap. XXYllI. §. 5., dass dieKrönung in Aachen geschehen sollte, es wäre denn Sache, dassallen Erwähnten, oder einem davon ein Hinderniss zustossenmöchte nisi praemissis omnibus seu eorum alicui, impedi-mentum legitimum obviarel. 'Wenn auch einige Könige anderswo