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Die Wahl und Krönung der deutschen Kaiser zu Frankfurt am Main
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Bürgei 1 empfangen, zum zweitenmal in Frankfurt ein. Mit wel-chen Empfindungen mögen die Bürger der alten kaiserl. Reichs-stadt diesen Einzug ihres Kaisers begriisst haben ? Alles warvoll froher Erwartungen, dass Franz die Ruhe und das GlückDeutschlands sich zum nächsten Anliegen machen werde.

In dieser Stimmung fanden sich auch die Bürgerkapitänebewogen, um Wiederherstellung der alten Stadtverfassung zubitten, Ohnerachtel durch den Vertrag von Ried Frankfurt be-reits der Krone Baiern zugesprochen war, so gab doch KaiserFranz der Stadt ihre alte Freiheit wieder zurück und entschä-digte Baiern unter eigenen pekuniären Opfern. S. Römer-Büchner Entwicklung der Stadlverfassung der Stadt FrankfurtS. 1-17 folg.

Ob man sich wohl schon ernstlich mit der Frage beschäf-tigt hat, dem letzten deutschen Kaiser ein passendes und ver-dientes Andenken zu stiften ? Mit Recht sucht die dankbareNachwelt durch Errichtung von Monumenten die Erinnerung andenkwürdige Verdienste zu feiern; allein dennoch wird manhäufig vergeblich nach den Ursachen forschen, aus denenabgesehen von der individuellen Laune Einzelner die Pietäteines Volkes oder des Publikums im Allgemeinen die Errich-tung eines Denkmals zu Wege gebracht hat. So wird sichz. B. jedem, der das sandsteinerne Monument Karls des Grossenauf der Mainbrücke betrachtet, immer und immer die Frageaufdrängen, wie dieses an sich so wohlverdiente Monument eigentlich hierher komme ? Ob man dabei der dreimaligenAnwesenheit des grossen Frankenkönigs dahier in den Jahren794, 799 und 802 sich erinnern, oder einen Heiligen der christ-lichen Kirche in ihm verehren, oder das poetische Luftgebildeglauben soll, das die erste Gründung Frankfurts gern an seinenNamen knüpfen möchte? Und doch... sollte man durch Werkemqnumcntaler Kunst .-gewiss nur das Andenken solcher Männerfeiern, die entweder an dem betreffenden Orte geboren oderdoch durch ihre Verdienste um denselben sich berühmt ge-macht haben! Um aber in Frankfurt, als Krönungsstadt derdeutschen Kaiser, das Andenken an jene glorreichen Zeiten zu