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in einer vergoldeten silbernen Monstranz, die mit Edelsteinenbesetzt ist), ein Stück von dem Tischtuch, worauf der Heilanddas Abendmahl gehalten (gleichfalls in einer Monstranz), fünfDornen aus der Dornenkrone, in drei Monstranzen, ein ZahnJohannes des Täufers (in einer krystallenen mit Gold gefasstenMonstranz). Ein Stück vom Rocke des Evangelisten Johannes,ein Spahn von der Krippe Christi, das Armbein der heiligenAnna, drei Kettenglieder von den Ketten, mit welchen St. Peter,St. Paul und Johannes der Evangelist gefesselt gewesen, dasgrosse goldene Kreuz (wahrscheinlich von K. Konrad III.). Dieselleiligthümer wurden in einer eignen mit Silberblechen, indenen das Nürnberger Stadtwappen getrieben ist, überzogenenKiste verwahrt.
b) in Aachen:
Die Kapsel mit der Erde, auf welcher das Blut St, Stephansgcllossen sein soll. Sie ist in einem Kästchen, in Gestalt einerKapelle, das mit Goldblechen überzogen und mit Edelsteinenund Perlen besetzt ist. —
Sobald nun die Krönung eines neuen Kaisers anberaumtwar, so wurden durch kurfürstliche Rcquisitorialschreiben vonden Reichsstädten Nürnberg und Aachen die allda verwahrtenReichs-Insignien zur Ablieferung in die Krönungstadt verlangt,Nürnberg hatte einen eigens hierzu bestimmten sechsspännigenKrünungswagen, und wurde von jedem Reichsstand, durch des-sen Lande der Transport ging, das Geleite gegeben. Kamendie Insignien au die Grenze von Frankfurt, so wurden solchevon Deputirten des Stadtralhes cingeholt, und von dem Reichs-quarlicrmeister im Namen des Reichserbmarschalls in solennemEinzug in die Stadt gebracht. Gleich bei der Ankunft bekamendie Aachener und Nürnbergischen Krongesandten von dem Stadt-rath den Ehrenwein, und überreichten den Kurfürsten ihre Crc-ditive. — Vor der Krönung fand die Ornatprobe statt, zu welchemZweck der Krönungsornat in das kaiserliche lloflager gebrachtwerden musste. Es wurden die Insignien in zwei mit roth-sammetenen Decken versehenen Kisten, auf einem eigenshierzu abgesclncktcn sechsspännigen kaiserl. olfeneu Leibwagen,