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Die Wahl und Krönung der deutschen Kaiser zu Frankfurt am Main
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bus consccratur, ut ad servitium dei preparanlur der Sakri-stei der Kirche geschenkt würden. Ouix Geschichte von Aachen,Cod. Dipl, pag. 98. Urk. 135. Auf diese Auslieferung der Krö-nungskleider setzte das Marienstift einen besonderen Werth;cs erhielt hierfür, so wie für alle Accidenzien, die es hei denspäteren Krönungen entbehren musste, eine gewisse Abfindungs-summe, die bei der letzten Krönung den Betrag von 3500 Gul-den erreichte.

Im Jahr 1262 schenkte K. Richard der Marienkirche vonAachen eine reichlich geschmückte Krone, zwei königl. mit sei-nem Wappen versehene Kleider, einen vergoldeten Reichsscep-tcr und Apfel, welche dasselbe immer aufbewahren sollte. Diesekönigl. Insignien unter Obhut und Siegel des Propstes, Dechan-ten, Kapitels, der Schöffen und der Stadt sollten bei den Krö-nungen der Könige in der Kirche gebraucht, nach jeder Krö-nung an den vorigen Aufbewahrungsort wieder hinterlegt undin keinem Fall von da entfernt werden. Ouix a. a. 0. Cod.Dipl. pag. 129. Urk. 192. Hier finden wir also zum erstenmaleinen förmlichen Krönungsornat. Derselbe muss jedoch nichtin Aachen geblieben sein; denn als Rudolf von Habsburg 1273zu Aachen gekrönt wurde, fehlte ein Sccpter, wesshalb meh-rere Fürsten aus dieser Mangelhaftigkeit des königlichen Auf-tretens Anstand erhoben, den Eid der Treue zu leisten. Rudolfergriff sofort ein Kruzifix und sagte:Das ist das Zeichen, anwelchem unsere Erlösung geschehen ist, und dessen ich michals Sccpter gegen alle Ungetreue bedienen werde. Nach denAnnales Colmarienses ad a. 1273 cap. II. p. 40. Schaten inannal. Paderborn, üb. II. ad a. 1273. p. 123 wurden die Reichs-Insignien Rudolf zu Mainz, wahrscheinlich auf seiner Rückreisevon Aachen, ausgeliefert, der sie auf seine Burg Kyburg imZürichgau bringen liess. Ob die von Schriftstellern angeführ-ten Reichs-Insignien, die zu Hammerstein, Trifels und Bopparlverwahrt wurden, in Reichsheiligthümern oder Krönungsornalenbestanden, bleibt zweifelhaft. Denn von Heinrichs II. Kroneund Kleidung z. B. wissen wir, dass solche dem Bisthum Bam-berg vermacht wurden, und als Otto IV. starb, nahm Pfalzgraf