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solches als redliche deutsche Männer beherzigten, so würdeniemand sein, den sie zu fürchten nöthig hätten. So langeaber die Reichsstände unter sich uneins seien, würde derStaatskörper kränkeln, Deutschland möchte einen mächtigenoder unmächtigen Kaiser haben.“
In voller Uebereinstimmung mit diesen wichtigen Grund-sätzen erklärte Kursachsen: die Drohungen der Franzosen undSchweden seien nicht so hoch zu schätzen, um deswegen einso mächtiges und verdienstvolles Haus, als Oesterreich sei, zuverdrängen; nur Oesterreich sei ein Damm gegen die Unter-drückung von Frankreich, nur durch Oesterreich könne dasReich sicher gestellt werden.
Aus diesen Gründen wurden Deutschlands Kaiser, in dervollsten politischen Ueberzeugung, dass die jeweiligen Beherr-scher Oesterreichs auch die besten Reichsregenten seien, fastohne Ausnahme aus diesem Hause gewählt. Wir können mitBezug hierauf die rälhselhaften Vokale a e i o u nicht un-erwähnt lassen, die Kaiser Friedrich III. auf seinem Siegel undandern Denkmalen gebrauchte; mit Rücksicht auf die Vergan-genheit dürfte man sie deuten: Aller Ehren Ist OesterreichVoll; mit Rücksicht auf kommende Zeiten möchten wir aberlieber auflösen: Austriae Est Imperare Orbi Yniverso!
Wenn nun der Wahltag fest bestimmt war, so benachrich-tigte Kurmainz den Stadtrath zu Frankfurt von dem Termin,und erinnerte an die zu erlassenden Polizeiordnungen, wegen - *Miethe der Wohnungen, der Stallungen, Herbeischaffung vonVictualien und anderer Nothdurft, um einer Theuerung soviel wiemöglich bei Zeiten begegnen zu können. 1792 wurde nochbesonders bestimmt, dass der Stadtralh eine Verordnung er-lasse, damit die Stadt- und Nachlzettel von den Thorschreibernund Gastwirthen an die Kurmainzische Direktorialbotschaft täg-lich eingeschickt werden, und dass allen Buchhändlern undZeitungsschreibern strengstens anzubefehlen sei, Nichts, wasnur den mindesten Bezug auf das Wahlgeschäft habe, in öffent-lichen Druck ergehen zu lassen; was alles der Stadtrath genaubefolgte. Die Stadt wurde für solche Gelegenheiten in gewisse