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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
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Sehen wir von der allgemein humoristischen Seitedieser Antwort ab, die übrigens charakteristisch genug istfür die Bedeutung des Dichters, so liegt ihr sicherlich einviel tieferer Sinn zu Grunde, wie dies ja bei den meistenwunderlichen Apergns Heines der Fall sein mag. Heinemochte schon damals ahnen, daß in seinen Schöpfungenmir seine Größe und Werthschätzung beruhe, und daß nochJahrzehnte im deutschen Vaterlande vorübergehen werden,in denen sich Monument an Monument für andere Heldenreihen wird, ohne daß die Nation ihren Aristophanes undsicb selbst durch ein Denkmal geehrt hätte.

Sollte dies gleichwohl geschehen, so wird sicherlich dasdeutsche Bürgerthnm den ersten Anstoß hierzu geben, undich wüßte am Todestage-Heinrich Heines nichts Angemesseneresals eine Anregung in diesem Sinne ausgehen zu lassen.Am Rhein sammeln sie gegenwärtig für ein Denkmal zu Ehrender deutschen Dichterin Anette v. Droste; ich bin derLetzte, der der anmuthigcn Dichterin auch nur ein Tüpfelchenvon ihrem Ruhme rauben möchte; aber in welchem Ver-hältnisse dieser zu dem Ruhm des größten deutschen Dichtersnach Goethe steht, das mögen sich alle diejenigen beantworten,welche, als angebornc Atta Trolls, mich heute noch in ten-denziöser Bärenhaftigkeit an dem Rnhmeskranz des Dichtershernmzerren.

Ein ehrenwerther Bürger in Düsseldorf hat das Ge-burtshaus Heines mit einermarmornen Gedenktafel geschmücktund so wenigstens einigermaßen Ersatz dafür geboten,daß von dem Kölner Monument Friedrich Wilhelms III.,auf dem ein Künstler am Piedestal unter den Zeitgenossenauch den Kopf Heines angebracht hatte, derselbe wiederentfernt werden mußte.

Voic dem mehr als einfachen, ja ärmlichen Grabstein,der die Inschrift:Henri Heine" trägt, sieht man auf dennaheil jüdischeil Friedhof hinüber, wo auf stolzem Piedestal