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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
207
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innigen, dauernden Liebe, und darum darf sie auch auf eindankbares Gedächtuiß rechnen in den Herzen aller Verehrerdes Dichters.

DieFrau Gevatterin".

Ueber viel wichtigeren und bedeutungsschweren Nach-richten isi seiner Zeit eine kleine unscheinbare Notiz fastganz übersehen worden, welche in lakonischer Kürze denTod der Frau Maxime Caroline Zaubert in Paris 1884meldete und erläuternd hinzufügte, daß die Verstorbene einhohes Alter erreicht hat und die Freundin Berryers, Alfredde Mussets, Pierre Lanfreps und Heinrich Heines gewesen ist.

Und doch verdiente Frau Zaubert mehr als diese la-konische Notiz. Schon die Thatsache, daß die verstorbeneGreisin in jungen Zahren die Freundin so bedeutenderMenschen gewesen, mußte darauf hinweisen, daß sie keinegewöhnliche Frau war. Und das war sie in der That auchnicht, dieFrau Gevatterin", wie Alfred de Müsset seineFreundin nannte! Die Briefe dieses unglücklichen Dichters>>ü mu mumaiiik" ehren die Adressatin mehr noch als denSchreiber; sie lassen ein inniges Freundschaftsverhältuiß,welches voni Zahre 1838 bis zum Tode Mussets dauerte,in seiner ganzen Harmlosigkeit und Anmuth, aber auch inseiner vollen geistigen Bedeutung erkennen. Der BiographAlfred de Mussets hat deshalb Recht, wenn er meint, mangewinne ans diesen Briefen die Ueberzeugung, daß die kleineMarraine eine ganz entzückende Person sei.Sie ist ver-ständig, ohne im mindesten philisterhaft beschränkt zu sein.Sie begreift Alles und verzeiht Mancherlei. Schmollt siemit ihm, so merkt man ihr an, daß es gar nicht ernst gemeint