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den Menschen wie den Dichter gleich hoch ehrten, die aberseine Fehler nicht verschweigen und seine Mängel nicht be-schönigen. Doch ich muß zum Schluß eilen, da diesesflüchtige Bild von den drei Freunden sich schon über Ge-bühr ausgedehnt har.
Nur noch die eine Bemerkung sei mir gestattet i Manhat oft und mit Vorliebe Heine herzlos gescholten. Zst eswohl möglich, daß ein Mensch, der nicht ein warmfühlendes,tiefempftndendes Herz hat, so viel Freundschaft und Liebewährend seines Lebens und noch über den Tod hinaus sichgewinnen konnte, wie sie Heine zu theil wurde? Mögendies die Ankläger bedenken, und aus den Beziehungen dreierin ihrer Art so hervorragenden Männer, wie Heinrich Laube,Alfred Meißner und Ferdinand Hiller zu unserm Dichter,erkennen lernen, daß Heine ein guter Mensch, ein hilfs-bereiter Genosse und ein treuer Freund gewesen ist seinLeben lang.
Ein Gesuch bei George Sand.
Zudem ich daran gehe, einen Besuch bei George Sandzu schildern, den ich selbst nicht abgestattet, muß ich zuvoreines Besuches gedenket!, den ich vor etwa drei Zahren beiHeinrich Laube in Wien wohl gemacht habe. Der ur-sächliche Zusammenhang dieser beiden Besuche wird nichtallznschwer zu errathen sein, wenn ich sofort hinzufüge,daß damals gerade der zweite Band von Lanbe's „Er-innerungen" erschienen war, und daß unser Gespräch natur-gemäß — nach einigen rasch abgewickelten literargeschäftlichenPräliminarien — sich um diese Erinnerungen, um Laubes zwei-maligen Aufenthalt in Paris und seine freundschaftlichen