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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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Heinrich Laube, aus dem Scliatzkästleiu seines Riesenge-dächluisses zu erzählen. Seine Mittheilungeu mögen denAbschluß dieser Skizze bilden. Es heißt darin unterAnderem:Ich erinnere mich, wie gesagt, einzelner Aeu-ßerungen Heine's über Grillparzer nicht. Aber gesprochenHab' ich allerdings mit Heine über ihn. Zch war schondamals ein Verehrer Grillparzer's, und ich weiß, daß Heinegegen diese meine Verehrung nicht das Mindeste einzuwendenhatte. Er hegte vollkommenen Respect vor Grillparzer, unddieser diente ihm oft zur Veranlassung, die österreichischeCensur zu verwünschen, unter welcher solche Talente wieGrillparzer leiden mußten." Grillparzer's Urlheil überHeine präcisirt Laube in seiner knappen und vorzüglichcharakterisirenden Manier in folgendem Satze:Er hat ihnliterarisch hochgeschätzt, moralisch übel angeschen."

Heine in Frankfurt am Main.

I.

Es ist leicht und billig, sich über die Kleinarbeit unsererLiteraturgeschichte, wenn sie den persönlicheil Beziehungender Dichter nachgeht und ihre verschiedenen Aufenthaltsorteauskundschaftet, in wohlfeilem Gespött zu ergehen. Unddennoch habeil solche Forschungen schon manches werthvolleResultat ergeben; freilich ist auf der anderen Seite gerademit Bezug auf Goethe des Guten zuviel geschehen, wohingegenbei anderen Dichtern nach Goethe in den meistenFällen nicht genug geschehen ist. Wer sich mit HeinrichHeine's Leben und Schaffeil eingehender beschäftigt hat, der