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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
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Mathilde Heine.

Es war nur ein kleines stilles Häuflein, mehr Frauenals Männer, meist Bekannte aus dem Hanse und der Nachbar-schaft, fast gar keinLeidtragender" darunter, das am20. Februar 1883 der Gattin Heinrich Heines das letzte Ehren-geleit zum Montmartre gab. Genau so, wie siebenundzwanzigZahre vorher an demselben Kalendertage, als sie das, wassterblich war von dem großen Poeten, zur kühlen Erdebestatteten!

Auch diesmal war's ein kalter, traurigerFebruarmorgen.Wieder zitterten die kahlen Ulmen in den elpsäischcu Feldernfröstelnd im Nebelwinde, wieder gingen dieselben Freundedes Hauses hinter der Bahre und sahen den Sarg in dieGruft senken . . .nichts gesagt und nichts gesungenwird an meinen Sterbetagen". Nur daß dassüße, dickeKind" diesmal nicht eines Fiakers bedurfte, um mit FrauPauline nach Hause zu fahren, sondern nun an der Seiteihes Gatten, dem sie treu blieb bis zum Tode, ausruhendarf für immer . . .

Wäre es in der Geschichte unserer Literatur ein sounerhörter Fall, daß ein großer Dichter sich mit einer ihmgeistig nicht ebenbürtigen Gemahlin verbunden, so lägevielleicht den Commentaren, die in Deutschland mit gewohnterGründlichkeit über dieses Verhältnis; seit etwa vierzigZahren geschrieben wurden, ohne daß die Gelehrten überdieses schwierige Thema bis jetzt einig wären, irgend eineSpur von Berechtigung zu Grunde. Aber der Fall ist wederunerhört, noch überhaupt selten und es wäre vielleichtgar nicht so undankbar, eine gelehrte Monographie überdie Frauen deutscher Dichter zu schreiben, um den Spurenihres guten oder schlechten Einflusses auf die Schöpfungender Literatur nachzugehen.