die Ruhe des Todes die Eisschicht einer stolzen Gleichgiltig-keit gelegt hatte, ein bleiches Mannorgesicht, dessen korrekteLinien an die erhabensten Meisterwerke der griechischen Kunsterinnerten, so habe ich ihn zum letzen Male gesehen, dessengewissermaßen vergöttlichte Züge an irgend eine erhabeneAllegorie gemahnten. Der Tod zeigte sich gerecht gegenDen, der ihn liebte, und wandelte ihn znr Statne nm;ähnlich der herrlichen Gestalt, welche er in der Wallfahrtnach Kevlaar gezeichnet, lenkte der Tod, der große Tröster,seine Schritte des Morgens nach dem Bette des Kranken,um seinen Leiden ein Ende zn machen."
Heines Äekrelair.
Immer mehr lichtet sich der Kreis der Menschen, dieHeine nahe gestanden, die ihn gekannt und geschätzt haben.Auf Heinrich Laube ist nun auch Karl Hillebrand gefolgt,dessen Tod (Oktober 1884) überall da schmerzlich wirdempfunden werde», wo man seine literarische Missionals Vermittler deutschen und fremden Geisteslebens, vorAllem aber sein feingeistiges literarisches Schaffen alsHistoriker wie als Essayist gebührend gewürdigt und geehrthat. Es ist nicht die müßige Sucht, zwei hervorragende,anscheinend fremd einander gegenüberstehende Geister inpersönliche Berührung zu bringen, die uns etwa veranlaßt, vonHillebrands wenig gekannten Beziehungen zn Heinrich Heinezn erzählen. Vielmehr möchte ich am frischen Grabe destheuren Mannes zn den vielen Zeugnissen seiner Bedeutungwie seiner persönlichen Vorzüge auch noch hinzufügen, daß eran seinem Theile so viel dazu beigetragen hat, daß das öffent-liche Urtheil, insbesondere das unserer Gelehrtenkreise, in dem