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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
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hellenischer Schönheitssinn nnd semitischer Scharfsinn har-monisch vereinigt, und so errieth er auch die tiefsten Ge-heimnisse der Musik. Und Lißt hat nicht minder Recht:Er war Musiker als Dichter nnd welcher Dichter hatdie Zauber der Lorelei), die tönenden Gluthen, in denenFrau Mette untergeht, mit größerer Gewalt zum Ausdruckgebracht?

So wird es denn auch ferner zu den Räthscln gehören,daß der Jude Heine dem deutschen Volke seine schönstennnd innigsten Lieder gesungen hat, die leben werden, so langedeutsche Eichen rauschen und junge Menschenherzen lieben!

Lady O n ff.

In einem reizenden, aber von aller Culrur weit ent-fernten Erdwinkel habe ich in diesen Tagend neben demBuche von Alexander Weill über den Dichter auch dasbiographische Material über das Bild einer Frau voubefreundeter Seite aus London erhalten, deren Schil-derungen wohl als ein wirksames Gegenstück zu jenen Dia-triben aufzunehmen sein dürften.

Es scheint mir klar, daß A. Weill, der von Zeit zuZeit das Bcdürfniß fühlt, von sich reden zu macheu, einenganz gewöhnlichen Racheakt gegen die arme Mathilde hatausüben wollen und in edler Ritterlichkeit damit bisnach ihrem Tode gewartet hat. Vielleicht hat er auch ihreFäuste gefürchtet, vou deren Heldenthaien er so Merkwürdigeszu berichten weiß! In jedem Falle wird man gut daranthnn, seine »Louveuirs" mit der äußersten Vorsicht auf-

*) 1883.