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Bescheernng ist eine liebevolle, und mag dem BerlinerMagistrate einer idealen Znknnft bei irgend einem großenFeste, etwa dem Verbrüderungsfeste der Menschheit, aufsEindringlichste empfohlen sein.
Aber das ist nur ein Scherz; doch in Wirklichkeit hatja der Dichter die Zukunft Berlins nnd Deutschlands alsKaiserstadt und Kaiserstaat in merkwürdiger Weise, einvorwärtsschauender Prophet, mitten in der tiefsten Er-niedrigung des Vaterlandes, wiederholt und begeisterlverkündet: „Wenn Du auch in Fesseln darniederliegst, sosiegt doch am Ende Dein gutes Recht; es naht der Tagder Befreiung, eine neue Zeit beginnt — mein Kaiser, dieNacht ist vorüber und draußen glüht das Morgcnroth!"
Josef Lehmann nnd Heinrich Heine.
I.
Das Eolleginm des Philosophen Hegel ist eben zu Ende.I» Schnüren strömen die Studenten aus den dumpfenEouloirs der Universität hinaus in Vas freie und sonnigflnthende Leben, „Unter den Linden." Kauz zuletzt kommennoch, unmittelbar hinter dem Philosophen, der sie freundlichbegrüßt, zwei junge Männer, die im lebhaften Disput überirgend eine der großen Fragen der Philosophie, die Welrum sich herum ganz vergessen zu haben scheinen. Ein blasserschmächtiger Jüngling, bartlos und blond, war der Eine,dessen Gesicht ei» so cigentbümliches Gepräge harte, daßman gleich auf ihn aufmerksam wurde — ein hübscher,schlanker Jüngling, rabenschwarz nnd mit einem kleinenSchnurrbart, der Andere, ans dessen srenndlichem Gesichi