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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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einfach genug. Mein Geist hat mit dem feinen in Ver-bindung gestanden; die Bücher haben mir den Autor ersetzt!Ach, so geht es mit uns Alten, uns Sklaven des Schrift-stellerthums. Zeder von uns tragt seine Kette, und jedeKette hat nur eine gewisse Länge. Morgen aber, meinlieber Heine, dehne ick meine Kette von der Rue Lafittenach der Rne d'Amsterdam aus."

Auch der nächste der hier mitznthcilenden Briefe ist anAlexander Dumas gerichtet. Er lautet:

Mein thcurcr Dumas!

Ich kann Ihnen nicht sagen, wie sehr mich Ihre Artikel überdie Dorval ergriffen haben: diese Blätter, eher unter Thräncnhcrvorgcschluchzt, als geschrieben, und mit einem fast grausamenErbarmen erfüllt, haben wir viele Thräncn erpreßt.

Ich danke Ihnen für diese Thräncn! Oder, besser gesagt: fürdiesen Vorwand, um zu weinen: denn das menschliche Herz, dieserhochmüthigc Hund von einem Herzen, ist so beschaffen, daß es,wie bedrückt es sich auch fühlen mag, zuweilen lieber zerspringen,als sich durch Thräncn erleichtern möchte. Dieser Hund von einemhochmüthigcn Herzen sollte doch immer froh sein, wenn es ihm ge-stattet ist, sich durch Thränen von den eigenen Schmerzen zu be-freien, und dabei den Anschein zu haben, als weine es über dasUnglück der Andcrtn! Ich danke Ihnen also für Ihre rührendenBlätter über die Dorval.

Am Tage nach Ihrem Appell an die posthumcn Sympathiender Freunde der Verstorbenen habe ich mich beeilt, Ihnen zu ant-worten, indem ich zwanzig Francs an das Bureau des „Nouseiuö-tairs" geschickt habe. Heute, wo Sie diese Subscription zurück-ziehen und wo Sie auch die Subscribenten einladen, ihre Ein-zahlungen gleichfalls zurückzunehmen, bringen Sie mich in einekleine Verlegenheit; meine abergläubischen Empfindungen gestattenmir nicht, das Geld, welches ich bestimmt habe, um mich an einemfrommen Werke zu bethciligcn, in meine Börse zurückzulegen, selbstwenn ich mir vornehmen wollte, es später für ein ähnliches Werkzu bcnützcn. Ich bitte Sie daher, mein theurcr Freund, über diesearmseligen zwanzig Francs zu Gunsten der unheilbaren kleinenMädchen zu verfügen, für welche Sic so oft in rührender Weise