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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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Mit großem Vergnügen habe ich Ihre Kritik über Hebbel ge-lesen; Sie haben ihn richtig beurthcilt und mit großem Wohlwollengewürdigt. Er ist ein Dichter, mit dem sich die Zeitgenossen umso eifriger beschäftigen sollten, als die Nachwelt gegen ihn sehrungerecht sein wird, da sie ihn wohl ganz ignoriren dürfte.

Adieu, mein thcurcr Taillandicr. Lassen Sie mich bald wiederangenehme Nachrichten von sich hören. Ihr sehr ergebener

H. Heine.

Paris, den 26. Januar 1SS3.

Den Prozeß, auf den Heine in diesem Briefe anspielt,führte er mit dem französischen Verleger seiner „Reisebilder",Engen Rcnduel, der eine Duodez-Ausgabe derselben unrecht-mäßig veranstaltet hatte. Der Brief an den Redactenr desJournal des Däbats findet sich in Heines Briefwechsel(Bd. IX der kritischen Ausgabe). Die Uebersetzung der„Heimkehr" von St. RcnäTaillandier erschien in der „Revuedes dcnxMondes" von 1853, wo auch „Die Götter im Exil",auf die Heine oben anspielt, zuerst abgedruckt wurden. Zuder französischeil Gesammt-AnSgabe befindet sich jene Ueber-setzung der „Heimkehr" in den »Dramas ab Dantaisias".Der Cpklus „Katharina" ist aus den „Neuen Gedichteil"bekannt.

Der zweite Brief ist an Alexander Dumas pars ge-richtet, mit dem Heine jahrelang in guter Kameradschaftlebte. Dumas schätzte den deutschen Dichter sehr hoch undwar einer der Wenigen, die seiner noch in den letzten Lebens-jahren gedachten. Der liebenswürdige Brief hat folgendenWortlaut:

Mein theurer Dumas!

Die Chronik Ihres Journals annoncirt, daß ich in diesemAugenblicke ein neues Gedicht veröffentliche, dessen Titel sie sogarangiebt. Das ist eine falsche Nachricht.

Ich habe nie ein Poem geschrieben, welches irgend eine Be-ziehung zu diesem Titel haben könnte, und ich bitte Sie, meintheuer Freund, diese Nichtigstellung in Ihrem Blatte zu bringen.