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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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wurden Sie damit zögern, so hätte ich nicht die Freude, daß dieserArtikel, den Pietät und Wahrheitsliebe diktirt, meinem geliebtenBruder noch während seiner Reise durch Deutschland zu Gesichtkäme. Er hat mich in einer trostlosen Lage zurückgelassen, dameine Krankheit täglich zunimmt. Ich habe in dem kleinen Artikelmeinen Styl zu verstellen gesucht, aber die Mühe war wohl über-flüssig, da ich gewiß jetzt ebenso schlecht schreibe, wie meine be-rühmten Kollegen. Die Nachricht, daß ich viel arbeite, ist ziemlichunrichtig, und noch weniger denke ich, ein Werk auf Subskriptionherauszugeben, obgleich mir zu diesem Behufc von allen Seitendie liebreichsten Anerbietuugen zukommen. Der Gedanke schoneiner solchen Publikationswcise widerstrebt meinem vornehmenGefühle. Uebrigens geht cS mir gottlob in jeder Beziehung sehrschlecht. An den Tagesneuigkeiten habe ich wenig Freude und ichwerde froh sein, wenn die Natur am Ende sein wird mit ihremZerstörungswerke, und ich alsdann einen ruhigen Schlaf genießenkann. Ich habe zur neuen Auflage des Salon II. Band eine Vor-rede geschrieben, die Sic vielleicht iuteressirt; Campe soll sie Ihnenzuschicken.

Leben Sie wohl und grüßen Sie mir herzlich alle, die dortmir noch mit Liebe zugethan sind.

Mit Treue Ihr Freund

Heinrich Heine.

H 8. Könnten Sie gelegentlich ein Wort sagen über meineoben ausgesprochene Aversion gegen das Projekt der Herausgabeeines Buches auf Subskription, so wäre mir das nicht unlieb,und mein Verleger würde vielleicht die Motive, warum ich ihnbehalte, besser zu würdigen wissen.

Eine blutige Reklame — so lautet wohl ja jener Knust-ausdrnck — war es, was Heine diesmal Kolb eingeschickthatte und was dieser trotz alledem und alledem zum Abdruckbrachte. Ich entnehme dem kleinen Artikel die beiden in-teressantesten, ailf Heine selbst bezüglichen Mittheilungen,die ja wohl authentisch sind, da er sie selbst gemacht hat:

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