— 318 —
Ich bitte, bitte, lassen Sie in einer oder der anderen Weiseden Aufsatz nur schleunigst abdrucken, es liegt mir sehr viel dranund ich habe sonst keine Ruhe.
Die Beziehungen Heinrich Heines zu der schwedischenNachtigall, Zenuy Lind, find bis jetzt nicht bekannt gewesen.Erst durch den vorliegenden Brief, der auf eine rege Partei-nahme schließen läßt, erfahren wir von solchen freundschaft-lichen Beziehungen. Der kleine Artikel über Zeiiuy Lindin der Lutetia (Bd. VII, S. 233) hätte auf das Gegentheilschließen lassen. Auch die Erklärung, auf die Heine indiesem Brief hinweist, ist ohne einen Kommentar zu dieserErklärung absolut unverständlich. Es scheint jedoch, daßHeine hier für sei,teil Freund Benjamin Lumlei), den Direktorder großen Oper in London, wo Zenny Lind damals auf-trat, die Kastanien aus dem Feuer geholt hat.
Der folgende Brief ist wieder eine Klage! Die „All-gemeine" hatte einen Artikel oder eine Notiz gegen Heineaufgenommen. Darauf schreibt dieser:
Paris den 15. Mai 1843.
Liebster Kolb! Wenn Sie mit eigenen Augen die „Rsvusrsti-ospsvtivö" gesehen hätten (ich lege die bezüglichen Blätterhierbey), so würden Sie den schändlichen Artikel nicht aufgenommenhaben, wo gewiß der Name des Or. Weil Sie ergötzend bestach.Ich weiß nicht, ob die Note von Ihnen; jedenfalls ist sie kränkend.Ich hatte davon gehört, aber erst vor wenig Tagen kam mir dasBlatt zu Gesicht. Obgleich schauerlich krank (auch die Kinnladegelähmt, kann nur wenig sprechen und gar nicht kauen), so schriebich dennoch beyfolgende „Erklärung", die ich in der „Allg. Ztg."nn verzü glich abzudrucken bitte. Ich hoffe Zhnen in einigenTagen noch mittheilcn zu können, was in Bezug auf mich die„Itovuv rstrospeotivs" sagen wird, denn ihr Schweigen wäre Thcil-nahme an den schändlichen Verleumdungen.
Ich bitte Sie die drey letzten Artikel, die Sic nicht von mirgedruckt und die, überflügelt von den Ereignissen, nichts mehr