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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
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Lassalle gerichtet. Beide Briese geleiten uns in jene traurigePeriode dieses Dichterlebens, in der Heine durch seineFamilie und durch die Verfolgungswuth seiner Feindeunsäglich viel zu leiden hatte. Man kann da weiter nichtssagen als: Wer sich frei weiß von Schuld, der werfe denersten Stein auf ihn! Der erste au sich ganz uninteressanteBrief ist eigentlich nur eine Folie für den zweiten. Erzeigt uns zugleich, daß Heine damals mit Meyerbeer innigbefreundet war. Nebenbei bemerkt: es ist eine alberne Lüge,daß Heine in späteren Jahren Meyerbeer deshalb mit seinenSpottgedichten verfolgte, weil dieser ihm einmal irrthümlichfür seine Frau statt Logenplätze Galleriebillets in die großeOper geschickt habe! Der Grund dieser Abneigung lagtiefer und hing vielfach mit seinen künstlerischen Interessenzusammen. Der Brief an Meyerbeer lautet:

Paris, den 2S. März 1834.

Werthester Freund!

Herr Roscnstein aus Berlin hat die Ehre, Ihnen diese Zeilenzu überreichen. Zch empfehle Ihnen diesen jungen Mann, der mirauf's vorthcilhafteste bekannt ist, auf's allerbeste. Kenntnisse inneueren Sprachen, guten Willen, moralischen Lebenswandel findenSic bei ihm in ungewöhnlicher Weise, und ich vcnke, diese Eigen-schaften erwerben ihm Zhr gütiges Wohlwollen und Ihre einfluß-reiche Verwendung, wo Sie ihm nützlich sein können.

Enipfangen Sie die Versicherung meiner höchsten Verehrungund meiner unbedingten Ergebenheit

H. Heine.

Diese höchste Verehrung und unbedingte Ergebenheitsollte aber im Laufe der Jahre einen empfindlichen Stoßerleiden. Schon der folgende Brief an Lassallc ist umeine Nüance kühler gegen Mcyerbeer als die früheren Schrei-ben. Zum Verständniß dieses Briefes muß man nur be-denken, daß derselbe während des Krieges mit Karl Heineentstanden ist. Die Situation wird dann sofort klar: Es