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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
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nie vorgeworfen, daß ich ein schlechter Dichter sei, nnd auchich habe ihn gelobt. Ich hatte meine Freude an ihm, undich lobte ihn in einem Zournale, welches dieses Lob nichtlange überlebte. Ich war damals ein kleiner Zunge, nndmein größter Spaß bestand darin, daß ich Flöhe unter einMikroskop setzte nnd die Größe derselben den Leuten de-monstrirte. Herr Menzel hingegen setzte den Göethe unterein Verkleinernngsglas, und das machte mir ebenfalls einkindisches Vergnügen."

Wenn man heut, wo jene Kämpfe längst vergessen sind,objektiv die Sache betrachtet, so wird man weniger diesemCommentar, in der fliegenden Hitze des Zornes geschrieben,als jenem oben veröffentlichten Briefe Glanbeil schenken,der in der That das ausspricht, was Heines wahrhaftigeUeberzeugung zu jener Zeit gewesen ist. Freilich, der Haßgegen Goerhe war kein genügend starker Frenndschaftskittfür zwei so diametral entgegengesetzte Naturen wie Heinennd Menzel! Statt des Einen gewann aber Heine durchdas „Junge Deutschland" eine ganze Anzahl neuer Freunde,voil denen allerdings auch nur Einer sich auf die Dauerals solcher bewahrte — Heinrich Lanbe. Mit innigem Ver-gnügen gedenke ich der Stunden, in denen mir der berühmte„knorrige Alte" von seinen Beziehungen zu Heine erzählte.Eiir Ausdruck dieser warmen Zuneigung sind auch die beidenfolgenden Brieffragnente, welche sich unter den BriefenHeines an Lanbe nicht befinden — wie denn überhauptkeiner der hier veröffentlichten Briefe in dem vonStrodlmann pnblicirten Briefwechsel enthalten— und deshalb auch unbekannt gebliebeil sind. Sie da-riren aus dem Frühjahr 1847 — aus jener Zeit, da beiHeine sich zuerst jene unheilvollen Schmerzen einstellten, dieihn bis zum Tode nicht mehr verlassen sollten. Zu einemsolchem Schmerzanfall schrieb er anLaube diese beiden Billette: