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Heinrich Heine und seine Zeitgenossen
Entstehung
Seite
294
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sprechung der Gedichte Heines, die mir der Chiffre d. 8.im Tübinger „Litterarurblatt" vom 27. Juni 1828 erschienenist und wahrscheinlich von Gustav Schwab herrührt. Wennwir heute diese Kritik lesen, so kommt sie uns allerdingsrecht hansbacken und dürftig vor; sie spricht sich zwar vollerAchtung über Heines „Tichterphantasie" aus, die ihm „einenPlatz unter unseren bleibenden, unter unseren originellenDichtern aufbewahren" werde — das Wesen seines Humorsaber erfaßt sie ebensowenig, wie alle anderen Besprechungenaus jener Zeit, weil jenen Beurthcilern das Verständnißfür das Geheimniß der Coutraste in dieser Poesie nochfehlte. So erklärt sich der Unmnth Heines über dieseKritik, dem er in einem am 16. Zuli 1828, also dem letztenTage seines Aufenthalts in München, geschriebenen Briefan den Redacteur jenes „Litteratnrblattes", an WolfgangMenzel, in folgenden Worten drastischen Ausdruck gibt:

Uebcr die —sche Neccnsion würde ich schweigen, wenn es nichtkleinlich wäre, meine Meinung zu verschweigen. Indessen ist esebenso kleinlich, irgend eine Empfindlichkeit zu vcrrathcn. Unteruns gesagt, sie findet auch nicht statt; nur daß man von allenSeiten über Scandal schrie und empört war, daß in einem Cotta'-schcn Blatte mit so wenig äußerer Achtung von mir gesprochenworden. Der arme — hat's gewiß ehrlich gemeint, und erst ge-druckt mag das Ding euch in seiner fatalen Objcctivität aufge-fallen sein. Wahrlich, ich hätte in einem anderen Tone undrcspectirlichcr von einem auf jeden Fall gleichbürtigcn Dichtergesprochen. Nach dem Inhalte jener Rccension zu schließen, sollteman glauben, ich sei eben der Galeere entsprungen; sie wirkt so-gar ans meinen Credit: ich glaube wer sie gelesen, borgt mirkeinen Groschen mehr.

Eine größere Beleidigung ist es, wenn man von einem be-deutenden Geiste nur ein Stückchen auffaßt. Dies ließ ich mirgegen Sic zu Schulde kommen. Ich habe in der Recension derMcnzcl'schen Litteratur nur Formelles besprochen. Von ihrempositiven Wesen, von der Innerlichkeit des Autors, z. B. vonseiner Feindschaft gegen die Zeit, war nicht die Rede. Diesen